Glamour statt Politik: Während Charles in New York Kritik erntet, trifft Camilla „Sex and the City“-Star Sarah Jessica Parker.
„Sex and the City“ trifft RoyalKönigin Camilla sorgt bei Termin mit besonderem Schmuckstück für Aufsehen

Schauspielerin Sarah Jessica Parker (r) spricht mit Königin Camilla in der New York Public Library.
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Während König Charles III. in New York mit politischen Abfuhren und den Schatten der Vergangenheit kämpfte, setzte Königin Camilla am Mittwoch (29. April 2026) laut US-Medien auf „Soft Power“. In der New York Public Library traf die Königin neben der ehemaligen „Vogue“-Chefin Anna Wintour auf ein popkulturelles Wahrzeichen der Stadt: „Sex and the City“-Ikone Sarah Jessica Parker. Es war ein Termin, der bewusst als Kontrastprogramm zum schweren diplomatischen Protokoll inszeniert wurde.
Literarisches Gipfeltreffen in Manhattan

Königin Camilla trägt eine bemerkenswerte Brosche.
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In der weltberühmten Bibliothek, die Fans der Serie als Kulisse für Carrie Bradshaws (fast) gescheiterte Hochzeit kennen, stand dieses Mal die Literatur im Mittelpunkt. Anlass war ein Empfang für Camillas Wohltätigkeitsorganisation „The Queen’s Reading Room“. Rund 100 Gäste, darunter namhafte Autorinnen und Autoren sowie weitere Kulturschaffende, beobachteten, wie die Königin und der Hollywood-Star gemeinsam die prunkvolle Treppe herabschreiten.
Sarah Jessica Parker, die erst kürzlich mit dem Carol Burnett Award geehrt wurde, zeigte sich sichtlich beeindruckt vom royalen Gast. Camilla habe eine Gastfreundschaft gezeigt, die für „gierige Leser“ wie sie selbst inspirierend sei. „Dass sie ein Schlaglicht auf das Lesen wirft und zeigt, wie Bücher Empathie und Neugier wecken, dafür bin ich sehr dankbar“, so Parker.
Eine Brosche mit Botschaft

Königin Camilla (r) und Anna Wintour während eines Besuchs in der New York Public Library anlässlich einer Alphabetisierungsveranstaltung.
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Camilla wählte für den Auftritt ein dunkelblaues Seiden-Mantelkleid von Fiona Clare. Das entscheidende Detail glänzte jedoch an ihrem Revers: die „Britannia-Brosche“ aus dem Erbe von Elizabeth II. Das Motiv zeigt die Britannia, die antike Schutzgöttin Großbritanniens, dargestellt als behelmte Frau mit Dreizack und Schild. Es ist die personifizierte Identität der britischen Nation.
In Fachkreisen wurde die Wahl als bewusstes Zeichen für Souveränität und Beständigkeit gewertet: Während der Staatsbesuch von politischem Gegenwind geprägt war, signalisierte die Königin durch dieses kraftvolle Symbol unerschütterliches Selbstbewusstsein und eine tiefe Verbundenheit zur Tradition der Krone.
Ein Stoff-Känguru für Pu den Bären
Besonders herzlich wurde es am Ende des Besuchs: Königin Camilla vervollständigte die berühmte „Winnie-the-Pooh“-Sammlung der Bibliothek. Sie überreichte ein handgefertigtes Stoff-Känguru namens „Roo“. Die Original-Stofftiere, die einst A.A. Milne zu seinen Geschichten inspirierten, werden in der New Yorker Bibliothek aufbewahrt.
In ihrer Rede gestand die Königin, dass ihre ersten „amerikanischen Freunde“ die Charaktere aus Romanen wie „Little Women“ oder „Charlotte's Web“ gewesen seien. „Bücher sind die besten Freunde, die man haben kann – in guten wie in schlechten Zeiten“, sagte Camilla. Ein Satz, der nach den turbulenten Tagen in Washington und New York durchaus eine doppelte Bedeutung haben mochte.
