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Marius Borg HøibyKronprinz Haakon spricht überraschend über Prozess gegen Stiefsohn

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Kronprinz Haakon spricht.

Kronprinz Haakon hat sich zum Prozess gegen seinen Marius Borg Høiby geäußert. (Archivbild)

Vor dem Prozessstart am 3. Februar hat sich Haakon in Oslo geäußert. Er betont die Liebe der Familie zu Marius und vertraut der Justiz.

Am heutigen 28. Januar 2026 rückt der Prozess gegen Marius Borg Høiby unmittelbar näher, was die norwegische Krone unter massiven öffentlichen Druck setzt. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit muss sich ab dem 3. Februar vor dem Bezirksgericht in Oslo verantworten, wobei die Liste der Vorwürfe mittlerweile 32 einzelne Anklagepunkte umfasst.

Kronprinz Haakon bricht sein Schweigen

Zu den schwerwiegendsten Anschuldigungen zählen schwere Körperverletzung und Vergewaltigung, die bei einer Verurteilung zu einer langjährigen Haftstrafe führen könnten. Während die Polizei die Ermittlungen weitgehend abgeschlossen hat, bereiten sich die Verteidigung und die Opfervertreter auf eine mehrwöchige Beweisaufnahme vor, die das Privatleben der Königsfamilie in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß in das Zentrum der medialen Aufmerksamkeit rücken wird.

Kronprinzessin Mette-Marit, Kronprinz Haakon und Marius Borg Høiby anlässlich des 25. Thronjubiläums von König Harald.

Kronprinzessin Mette-Marit, Kronprinz Haakon und Marius Borg Høiby anlässlich des 25. Thronjubiläums von König Harald. (Archivbild)

Kronprinz Haakon hat am Mittwoch (28. Januar 2026) bei einem Termin im „Sentrum Scene“ in Oslo Stellung zur aktuellen Lage bezogen und dabei Einblicke in das emotionale Befinden des Königshauses gegeben. In seinem Statement machte er deutlich, dass die gesamte Familie hinter Marius Borg Høiby stehe, auch wenn man die Schwere der Vorwürfe keinesfalls unterschätze.

Er betonte, dass Marius ein geliebtes Familienmitglied bleibe, man jedoch die Unabhängigkeit der norwegischen Justiz vollumfänglich respektiere. Besonders die Belastung für seine Ehefrau Mette-Marit hob der Thronfolger hervor. Die Entscheidung, dem Prozess selbst fernzubleiben, sei getroffen worden, um den juristischen Ablauf nicht durch die protokollarische Präsenz des künftigen Königs zu beeinflussen oder zu stören.

Auswirkungen der Anklage auf das norwegische Königshaus

Die Entwicklungen rund um diesen Kriminalfall stellen für das norwegische Königshaus eine beispiellose Krise dar, da die Grenzen zwischen privatem Fehlverhalten und öffentlicher Institution verschwimmen. Auch wenn Marius Borg Høiby keine offiziellen Titel trägt und keine royalen Pflichten wahrnimmt, beeinflusst sein Verfahren das Ansehen der Monarchie erheblich.

Mette-Marit ist die Ehefrau von Norwegens Kronprinz Haakon.

Mette-Marit ist die Ehefrau von Norwegens Kronprinz Haakon. (Archivbild)

Die heutige Bitte Haakons um Privatsphäre verdeutlicht laut norwegischen Medienberichten den Versuch des Hofes, während der Hauptverhandlung, die bis zum 13. März 2026 angesetzt ist, zur Normalität zurückzukehren.

Dennoch wird erwartet, dass die Berichterstattung über die Details der Anklageschrift und die Zeugenaussagen die öffentliche Debatte über die Rolle der Familie im kommenden Monat dominieren und die Institution vor eine Zerreißprobe stellen wird.