Als Catwoman und Hexe von Eastwick wurde sie weltberühmt – nun feiert die vielseitige Schauspielerin ein Comeback mit einem Weihnachtsfilm.
Comeback auf Prime VideoWas macht eigentlich Michelle Pfeiffer? – So sieht sie heute aus

Michelle Pfeiffer bei der Weltpremiere ihres neuen Weihnachtsfilms „Oh. What. Fun.“ in New York City.
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Michelle Pfeiffer hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und wählt ihre Projekte sehr bewusst aus. In einem seltenen Auftritt im Podcast „SmartLess“ sprach die 67-Jährige 2025 offen über eine große Veränderung in ihrem Privatleben: Sie ist im vergangenen Jahr Großmutter geworden. Die Schauspielerin erklärte, dass sie deshalb künftig weniger drehen wolle, um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.
Michelle Pfeiffer feiert Comeback mit neuem Weihnachtsfilm
Welches ihrer beiden erwachsenen Kinder – Claudia oder John Henry – Nachwuchs bekommen hat, ließ sie offen. Pfeiffer sagte, die neue Rolle erfülle sie so sehr, dass sie künftig weniger arbeiten wolle. Man habe nur begrenzt Zeit, und sie wolle präsenter im Familienleben sein, erklärte sie. Im April 2025 machte sie eine Ausnahme und erschien zur Hand- und Fußabdruck-Zeremonie im TCL Chinese Theatre – einer ihrer wenigen öffentlichen Auftritte in diesem Jahr.
Im Dezember 2025 kehrt Pfeiffer mit dem Weihnachtsfilm „Oh. What. Fun.“ zurück auf die Bildschirme. In der Prime-Video-Komödie spielt sie Claire Clauster, die jedes Jahr das komplette Fest für ihre erwachsene Familie organisiert. Dieses Mal bleibt sie beim geplanten Ausflug allein zurück und beschließt, spontan ihr eigenes Weihnachtsabenteuer zu starten. Während Claire neue Seiten an den Feiertagen entdeckt, merkt ihre Familie, wie sehr sie sie braucht. Der Film steht seit 3. Dezember 2025 bei Prime Video zum Abruf bereit.
In den vergangenen Jahren stand Pfeiffer ansonsten nur sporadisch vor der Kamera. Zu ihren jüngsten Projekten gehören das Marvel-Abenteuer „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ (2023), die Showtime-Serie „The First Lady“ (2022) mit ihrer Rolle als Betty Ford sowie die Tragikomödie „French Exit“ (2020). Zuvor war sie in großen Studioproduktionen wie „Maleficent – Mächte der Finsternis“ (2019) und „Avengers: Endgame“ (2019) zu sehen.
Michelle Pfeiffer: Mit 67 zeigt sich die Schauspielerin ganz ohne Make-up
In Talkshows wie „The Tonight Show“ mit Jimmy Fallon spricht sie gelegentlich über ihr Privatleben – etwa darüber, wie sie ihren Mann David E. Kelley bei einem Blind Date 1993 kennenlernte. Die Ehe bezeichnet sie seit Jahrzehnten als ihr großes Glück. In Interviews hob sie regelmäßig Kelleys Integrität, Humor und Verlässlichkeit hervor.
Auch beim Thema Älterwerden zeigt sich Pfeiffer offen. In TV-Interviews betonte sie schon 2021, dass ihre natürliche Ausstrahlung vor allem auf gesunden Schlaf, Ernährung und Bewegung beruhe. „Es gibt keinen magischen Trick“, sagte sie damals.
Heute fällt die Schauspielerin vor allem durch einen frischen, weitgehend ungeschminkten Look auf – und durch Ruhe im Privatleben. Statt Hollywood-Dauerpräsenz und Glamour auf dem roten Teppich stehen Familie, Gesundheit und ausgewählte Projekte im Mittelpunkt.
Michelle Pfeiffer meldet sich regelmäßig bei ihren Fans
Ihre Fans müssen dennoch nicht auf die Schauspielerin verzichten, denn Michelle Pfeiffer ist erstaunlich präsent auf Instagram. Alle paar Tage oder Wochen teilt sie neue Bilder – mal vom Set, mal aus ihrem Alltag. Häufig zeigt sie sich ungeschminkt, mit Familie oder ihrem Hund. Auch Naturaufnahmen und kleine Erinnerungen aus ihrer Karriere gehören dazu. Ihr Account wirkt nahbar und deutlich weniger glamourös als frühere Auftritte in Hollywood.

Erst im April 2025 stand Michelle Pfeiffer erneut im Rampenlicht, als sie im TCL Chinese Theatre in Los Angeles ihre Hand- und Fußabdrücke verewigen ließ – eine der traditionsreichsten Ehrungen Hollywoods. (Archivbild)
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Ihre Glanzzeit ist unvergessen: Michelle Pfeiffer wurde in den 1980er- und 1990er-Jahren zu einer der prägendsten Schauspielerinnen Hollywoods. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie mit „Scarface“, es folgten Erfolge wie „Die fabelhaften Baker Boys“, „Gefährliche Liebschaften“ und „Frankie & Johnny“.

Michelle Pfeiffer als Catwoman in „Batmans Rückkehr“. (Archivbild)
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Kultstatus erlangte sie 1992 als Catwoman in „Batmans Rückkehr“. Auch „Tage wie dieser“, „Dangerous Minds“ und „Schatten der Wahrheit“ machten sie weltweit populär. Pfeiffer galt über Jahre als vielseitiges Aushängeschild des US-Kinos – gefeiert für Intensität, Timing und Wandelbarkeit. Sie erhielt den Golden Globe – aber nie den Oscar, trotz drei Nominierungen.
Michelle Pfeiffer spricht ungewohnt offen über ihre Karrierejahre
Pfeiffer blickte in mehreren Interviews erstaunlich offen auf ihre großen Jahre in Hollywood zurück. In einem Gespräch mit dem „The New York Times Magazine“ sagte sie, dass sie sich damals „ständig wie eine Hochstaplerin“ gefühlt habe und den Ruhm kaum einordnen konnte. Bei „Variety“ erzählte sie, die intensive Aufmerksamkeit der 90er sei für sie „überwältigend“ gewesen, weshalb sie später bewusst Pausen eingelegt habe.
In der „Today Show“ erklärte Pfeiffer, dass viele ihrer wichtigsten Rollen nur möglich gewesen seien, weil Regisseure wie Brian De Palma oder Tim Burton ihr „mutig vertraut“ hätten. Ihrem kultigen Catwoman-Durchbruch blickte sie im Gespräch mit „Collider“ nachdenklich entgegen und sagte, sie habe „nicht ansatzweise geahnt“, wie ikonisch die Rolle werden würde. Gleichzeitig betonte sie 2021 in „The Hollywood Reporter“, dass diese Zeit zwar „kreativ unglaublich erfüllend“ war, der massive Rummel aber oft auf ihre Kosten ging, weil sie damals „nie wirklich abschalten konnte“.

