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„Alkohol im Spiel“Peter Maffay äußert sich zu Spottvideo von Gloria von Thurn

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Peter Maffay tritt beim Finale der Castingshow „The Voice of Germany" im Studio Adlershof auf.

Peter Maffay reagiert auf das Spottvideo von Gloria von Thurn und Taxis. (Archivbild)

Peter Maffay reagiert auf das Spottvideo von Gloria von Thurn und Taxis und äußert sich zu seinem Auftritt bei den Schlossfestspielen.

In einem Interview mit dem Nachrichtenportal „t-online“ hat sich der Musiker Peter Maffay rückblickend zu seinem Auftritt bei den Schlossfestspielen auf Schloss St. Emmeram in Regensburg und zu Reaktionen von Gloria von Thurn und Taxis geäußert.

Der Sänger hatte sich bereits zu Beginn seines Konzerts im Juli vom Veranstaltungsort und dessen Schirmherrin distanziert und die Spielstätte vor dem Hintergrund der politischen Positionierung der Schlossherrin als „belasteten Ort“ bezeichnet.

Peter Maffay reagiert auf das Spottvideo von Gloria von Thurn und Taxis

Gegenüber „t-online“ stellte Maffay den Kontext seines Auftritts dar: „Frau von Thurn und Taxis hat den Ort an einen Veranstalter abgegeben, der dort Konzerte organisiert. Auf der Bühne habe ich gleich zu Beginn gesagt, dass wir nicht für sie spielen, sondern für unser Publikum – und wir uns von den Belastungen distanzieren, die auf diesem Ort ruhen.“

Gloria von Thurn und Taxis kommt zum Gedenkgottesdienst für Star-Figaro Gerhard Meir in der St. Ludwig Kirche.

Gloria von Thurn und Taxis ist Schirmherrin der Schlossfestspiele auf Schloss St. Emmeram in Regensburg. (Archivbild)

Auf die anschließende Veröffentlichung eines Videos durch Gloria von Thurn und Taxis auf der Plattform Instagram, in dem sie auf seine Aussagen einging, reagierte Maffay mit Kritik.

„Ich hatte das Gefühl, dass da Alkohol im Spiel war“

Die Schirmherrin habe sich mit ihrer Art und Weise selbst disqualifiziert, zudem äußerte der Musiker die Vermutung: „Ich hatte das Gefühl, dass da Alkohol im Spiel war.“ Das Video sei „einfach unnötig“ gewesen und habe „mit einer klaren Auseinandersetzung mit der Situation absolut nichts zu tun“, weshalb er die Angelegenheit nicht weiter vertiefen wolle.

Peter Maffay, Musiker, nimmt an einer Pressekonferenz im Anschluss an eine Gesprächsrunde mit Musikschaffenden im Bundeskanzleramt teil.

Peter Maffay gehört zu Deutschlands erfolgreichsten Musikern. (Archivbild)

Ungeachtet der Differenzen sprach sich Maffay für die Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Gesprächs aus: „Ich glaube, dass es machbar ist, über den eigenen, manchmal kleinen Tellerrand hinaus dialogfähig zu bleiben – mit Menschen, die anderer Meinung sind oder aus anderen Kulturkreisen kommen.“

Zudem formulierte der Künstler einen allgemeinen Aufruf zum zivilgesellschaftlichen Engagement. Jeder Einzelne könne „die Richtigen wählen“, an Demonstrationen teilnehmen sowie die eigene Haltung öffentlich vertreten.

Zudem forderte Maffay zur Beschäftigung mit der Verfassung auf: „Man sollte sich auch mit unserem Grundgesetz auseinandersetzen und sich vor allem dazu bekennen. Das ist unsere Pflicht. Wenn wir das nicht tun, vertun wir eine Chance und verlieren die Errungenschaften, die unsere Demokratie hervorgebracht hat.“ (jag)