Während in Großbritannien neue Epstein-Debatten toben, reisen William und Eugenie ins Ausland – das Timing sorgt für Kritik.
Fragwürdige ReisenWilliam reist nach Saudi-Arabien – Eugenie nach Katar

Prinz William und Prinz Badr bin Farhan Al Saud (l) sprechen während ihres Besuchs des Naturschutzgebiets Sharaan in AlUla, um sich über Bemühungen zum Schutz der natürlichen Tierwelt und der Landschaft zu informieren.
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Wie die „Daily Mail“ berichtet, hat Prinz William am 9. Februar 2026 eine Reise nach Saudi-Arabien angetreten. In Riad traf der Thronfolger unter anderem auf Kronprinz Mohammed bin Salman. Themen des Besuchs seien wirtschaftliche Kooperationen sowie Umwelt- und Naturschutzprojekte gewesen. Bilder zeigen William bei Terminen im Rahmen eines nachhaltigen Stadterneuerungsprogramms.

Prinz William in Saudi-Arabien.
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In Großbritannien wird der Besuch jedoch nicht nur unter diplomatischen Gesichtspunkten bewertet. Kritiker monieren, die Reise falle ausgerechnet in eine Phase, in der neue Details im Zusammenhang mit Prinz Andrew und dessen Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein öffentlich diskutiert werden. Der Palast weist seit Jahren Vorwürfe zurück, versucht jedoch zugleich, Abstand zwischen Andrew und den arbeitenden Mitgliedern der Familie zu betonen.
Prinzessin Eugenie in Katar
Zeitgleich wurde Prinzessin Eugenie in Doha gesichtet. „The Sun“ berichtete über ihren Besuch bei einer internationalen Kunstmesse in Katar. Die Tochter von Prinz Andrew und Sarah Ferguson arbeitet seit mehreren Jahren für die renommierte Galerie Hauser & Wirth und ist dort in leitender Funktion tätig.
Laut „People“ stand bei dem Aufenthalt vor allem ihre berufliche Tätigkeit im Vordergrund. Gleichwohl wird auch hier das Timing hinterfragt: Während ihr Vater in Großbritannien erneut im Fokus der Berichterstattung steht, befindet sich Eugenie im Ausland bei geschäftlichen Terminen.
In London kursieren zudem Spekulationen über ein angespanntes Verhältnis zwischen Eugenie und ihrem Vater. Offizielle Stellungnahmen dazu gibt es nicht.
Diplomatie unter Beobachtung
Am 11. Februar setzte William seine Reise fort und besuchte die historische Oasenstadt Al-Ula. Nach Angaben des Kensington-Palasts standen dort Umweltprojekte, darunter Initiativen zum Artenschutz, auf dem Programm. Menschenrechtsorganisationen mahnen jedoch seit Langem an, bei Staatsbesuchen in Saudi-Arabien auch die politische Lage und die Menschenrechtssituation offen anzusprechen.

Der Prinz von Wales spielt bei einem E-Sport-Turnier in der Boulevard City ein Spiel.
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Die mediale Bewertung fällt entsprechend kritisch aus. Während Prinz Andrew weiterhin Fragen zu seiner Rolle im Epstein-Komplex beantwortet sehen will, setzen andere Mitglieder der Königsfamilie ihre internationalen Verpflichtungen fort.
Ob es sich um notwendige diplomatische Arbeit oder um unglücklich getaktete Auslandsreisen handelt, bleibt Interpretationssache. Fest steht: Die Optik sorgt für Diskussionen – im In- und Ausland. (jag)

