Ihre Mutter wählte den Vornamen der Sängerin mit Blick auf einen legendären Musiker. Jahre später stand Swift mit ihm auf der Bühne.
US-MusiklegendeNach diesem Musiker ist Taylor Swift benannt

Taylor Swift wurde nach einem legendären Singer-Songwriter benannt. (Archivbild)
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Taylor Swift zählt weltweit zu den erfolgreichsten Popstars. Mit ihren Liedern füllt sie Stadien, ihre Alben stellen Rekorde auf, und Millionen Menschen verfolgen, was sie tut. Hinter ihrem Vornamen steckt allerdings eine überraschende Geschichte: Ihre Eltern wählten ihn mit Blick auf einen Musiker, der in den USA seit Jahrzehnten als Legende gilt. In Deutschland war er dagegen selbst zu seinen erfolgreichsten Zeiten vergleichsweise wenig bekannt.
Nach ihrer eigenen Schilderung erfuhr Taylor Swift schon als Kind, wem sie ihren Namen verdankt. Sie hatte ihrer Mutter Andrea von einem Lied berichtet, das sie im Schulchor besonders mochte. Daraufhin folgte die überraschende Auflösung: Der Song war „Fire and Rain“ von James Taylor.
James Taylor: Schon als Kind hörte Taylor Swift von ihrem Namensgeber
Die Mutter berichtete ihr dann, dass die Eltern bei der Suche nach einem Namen an diesen Musiker gedacht hatten. Erzählt hat Swift die Geschichte im November 2011 während eines Konzerts im New Yorker Madison Square Garden.

James Taylor bei einem Konzert 2005. (Archivbild)
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James Taylor kam 1948 in Boston zur Welt. Seinen Durchbruch als Sänger und Songwriter erlebte er zu Beginn der 1970er-Jahre. Seine sanfte Stimme, die akustische Gitarre und Lieder wie „Fire and Rain“ machten ihn zu einer prägenden Figur der amerikanischen Singer-Songwriter-Tradition. In diesem musikalischen Erbe setzt auch Taylor Swift als Songwriterin eigene Akzente.
„Fire and Rain“ erschien 1970 und kam in den USA auf Platz drei der Billboard Hot 100 – es zählt zu seinen bekanntesten Stücken. Ebenso gehören „Carolina in My Mind“, „Sweet Baby James“, „How Sweet It Is (To Be Loved by You)“ und der Klassiker „You've Got a Friend“, den Carole King geschrieben hat, zu seinem musikalischen Vermächtnis.
Taylor erhielt für sein Werk mehrere Grammys. Im Jahr 2000 wurde er zudem in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen.
Welthits und eine Ehe mit Carly Simon, die Schlagzeilen machte
Schlagzeilen lieferte auch sein Privatleben: James Taylor war von 1972 bis 1983 mit der Sängerin Carly Simon verheiratet. Das Paar feierte nicht nur jeweils solo Erfolge, sondern nahm auch gemeinsam Musik auf. 1974 wurde ihr Duett „Mockingbird“ ein großer Hit, 1979 kam „Devoted to You“ hinzu. Seinen kommerziellen Erfolg belegen mehr als 33 Millionen verkaufte Alben in den USA.

James Taylor neben seiner damaligen Ehefrau Carly Simon. (Archivbild von 1974)
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Hierzulande dagegen blieb James Taylor lange Zeit eher unbekannt. Schon Anfang der 1970er-Jahre war er in den USA erfolgreich, in Deutschland stand er jedoch nur gelegentlich auf der Bühne. Nachgewiesen sind etwa Konzerte 1971 in Frankfurt, 1986 in München, am Nürburgring sowie ein Auftritt in Berlin gegen Ende der 1990er-Jahre. Ab 1999 tourte er regelmäßig durch Deutschland. Den ersten Charterfolg hierzulande erzielte er erst 2002 mit dem Album „October Road“. Nach mehr als 30 Konzerten in Deutschland trat er zuletzt 2022 auf.
Taylor Swift und James Taylor gemeinsam auf der Bühne in New York
Zurück zum Abend im November 2011 im Madison Square Garden: Damals fand die Verbindung zwischen Taylor Swift und James Taylor einen besonderen Abschluss. Swift trat im Rahmen ihrer „Speak Now“-Tour auf und bat James Taylor als Überraschungsgast auf die Bühne. Zusammen sangen sie „Fire and Rain“ – das Lied, durch das ihre Mutter einst auf den Namen Taylor für ihre Tochter gekommen war.
Im Juli 2012 drehte Swift den Spieß um: Bei einem Konzert ihres Namensvetters in Tanglewood im US-Bundesstaat Massachusetts tauchte sie überraschend auf. Erneut standen beide zusammen auf der Bühne und sangen unter anderem „Fire and Rain“.
Damit begegneten sich zwei Generationen der amerikanischen Popmusik: eine der erfolgreichsten Sängerinnen von heute und ein Songwriter, dessen Lieder schon Jahrzehnte früher ein Millionenpublikum fanden. Für Taylor Swift bedeutete das Treffen eine Begegnung mit einem Künstler, dessen Musik ihren musikalischen Werdegang berührt und sogar ihren Namen bestimmt hatte.
