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Vom Popstar zur TherapeutinWas macht „No Angels“-Star Vanessa Petruo heute?

2 min
Vanessa Petruo posiert.

Vanessa Petruo hat sich schon vor Jahren vom Pop-Zirkus verabschiedet. (Archivbild)

Sie wollte nicht länger Teil der „No Angels“ sein und stieg aus. Heute lebt sie ein völlig anderes Leben – als Psychotherapeutin in Berlin.

Vor rund einem Vierteljahrhundert gehörte sie zu den bekanntesten Gesichtern des Landes: Vanessa Petruo stürmte im Jahr 2000 als Mitglied der „No Angels“ die Charts. Superhits wie „Daylight in Your Eyes“, „Rivers of Joy“ oder „There Must Be an Angel“ machten das Quintett über Nacht zum Phänomen der deutschen Popkultur.

Doch während ihre einstigen Bandkolleginnen in den vergangenen Jahren mit Jubiläumsauftritten und neuen Versionen alter Hits noch einmal auf die Bühne zurückkehrten, blieb ein Platz dauerhaft frei. Vanessa Petruo hat der Musikbranche längst den Rücken gekehrt – und sich ein völlig neues Leben aufgebaut.

Ex-No-Angels: Vanessa Petruo versuchte sich auch solo

Bereits nach der ersten Auflösung der Gruppe im Jahr 2003 versuchte Petruo sich als Solokünstlerin und Synchronsprecherin. Ihre Solokarriere floppte jedoch – das einzige Album „Mama Lilla Would“ blieb in den Regalen liegen. Auch der ständige Trubel und der Druck der Unterhaltungsbranche entsprachen nicht ihren langfristigen Lebensentwürfen. Sie entschied sich für einen radikalen Schnitt: Weg von den Scheinwerfern, hin an die Universität.

Petruo begann ein Studium der Psychologie, das sie über ein Fernstudium an der FernUniversität in Hagen startete und mit einem Master in kognitiv-affektiven Neurowissenschaften an der Technischen Universität Dresden vertiefte. Dort ging sie schließlich den akademischen Weg konsequent weiter.

Vanessa Petruo: Studium und Weg zur Wissenschaftlerin

Am Universitätsklinikum Dresden forschte sie im Bereich der kognitiven Neurophysiologie und schloss Ende 2018 ihre Promotion zum Doctor rerum naturalium mit dem Prädikat magna cum laude ab.

Ihre wissenschaftliche Laufbahn führte Dr. Vanessa Petruo-Zink anschließend in die USA. An der University of Southern California in Los Angeles forschte sie als Postdoktorandin im renommierten Brain and Creativity Institute unter anderem dazu, wie sich musikalisches Training auf die Gehirnfunktionen und Neuroplastizität auswirkt.

Beim großen Comeback der „No Angels“ 2021 war Petruo nicht dabei. 2023 erklärte sie erstmals öffentlich, warum sie sich gegen eine Rückkehr entschieden hatte. Ihr Leben habe sich seit der Auflösung der Band „in eine andere Richtung entwickelt“, schrieb sie damals auf Instagram. Musik spiele für sie aber weiterhin eine Rolle – nur inzwischen „mehr privat“.

Vanessa Petruo heute: Leben abseits des Showgeschäfts

Heute lebt die einstige „No Angels“-Sängerin fernab des Promi-Geschehens wieder in ihrer Heimatstadt Berlin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren drei Töchtern hat sie sich im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf niedergelassen. Anfragen für Nostalgie-Shows oder Comeback-Konzerte lehnt sie konsequent ab.

Stattdessen arbeitet Dr. Vanessa Petruo-Zink heute als approbierte Psychotherapeutin in Berlin. Ihre Schwerpunkte liegen auf Verhaltenstherapie sowie der Behandlung von ADHS und Autismus. Damit hat sie sich ein zweites Leben aufgebaut, das meilenweit vom Glitzer der Popstars-Ära entfernt ist.