Der Kabarettist Torsten Sträter meldet sich nach einer monatelangen Auszeit im Zuge seiner im April 2026 öffentlich gemachten Tumor-Diagnose auf der Bühne zurück. Wie der 60-Jährige im Gespräch mit dem „Stern“ berichtet hat, verlief seine Krebsbehandlung weitgehend ohne schwere Komplikationen.
Insbesondere die Chemotherapie habe ihn deutlich weniger belastet als befürchtet. „Ich habe das alarmierend gut vertragen“, erklärte Sträter im Interview.
Torsten Sträter: „Ich habe das alarmierend gut vertragen“
Auch mit Blick auf seine mentale Verfassung zeigt sich der Künstler nach einer weiteren Diagnose während der Behandlung gefestigt. Er wisse, wo seine Depressionen hergekommen seien, und habe seitdem keine mehr gehabt, betonte Sträter. Er sei „mental überaus stabil“.

Torsten Sträter gewann 2021 die erste deutsche Staffel der Amazon-Prime-Show „LOL: Last One Laughing“. (Archivbild)
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Gleichzeitig lehnte er es ab, eine Rolle als Vorzeigedepressiver einzunehmen. Zu den Erwartungen an seine Person sagte er zum „Stern“: „Ich kann weder anderer Leute Depressionen heilen noch sie verstehen. Man überschätzt meine Rolle als Vorzeigedepressiver.“
Absage an politische Erziehung auf der Bühne und Rückkehr zu neuen Projekten
Neben gesundheitlichen Aspekten äußerte sich Sträter auch zu gesellschaftlichen Fragen und erteilte dabei einer politischen Erziehungsrolle auf der Bühne eine klare Absage. Er sei nicht der Beauftragte für politische Bildung, stellte der Komiker klar, übte im gleichen Zug jedoch Kritik an politischen Akteuren und Parteien.
Derzeit widmet sich der Künstler wieder intensiv seiner Karriere. Neben einer bundesweiten Tournee stellt Sträter, der nach eigener Aussage nach einer Gewichtsabnahme von 25 Kilo derzeit etwas zu dünn ist, auch ein neues Buch vor.
Sträter wurde ab 2008 durch humoristische Kurzgeschichten und Auftritte bei Poetry Slams bekannt. 2009 gewann er erstmals die nordrhein-westfälische Meisterschaft im Poetry Slam, die er auch 2010 und 2012 für sich entschied.
Einem größeren Fernsehpublikum wurde der gebürtige Dortmunder durch Auftritte in Comedy-Sendungen bekannt. Ab 2016 moderierte er im WDR die Sendung „Sträters Männerhaushalt“, später folgte das Format „Sträter“. 2021 gewann er die erste deutsche Staffel der Amazon-Prime-Show „LOL: Last One Laughing“ und erreichte damit ein noch größeres Publikum. (jag)


