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Liebe auf dem AbstellgleisNeuer ZDF-Film „Zwei am Zug“ mit Katharina Wackernagel

3 min
TV-Ausblick ZDF - «Zwei am Zug»

Sandra (Katharina Wackernagel) und Otis' (Rick Okon) treffen sich beim unplanmäßigen Halt eines Zugs.

Ein gestoppter Zug, zwei unzufriedene Passagiere. Aus einem Zufallstreffen entsteht ein Pakt mit ungeahnten Folgen.

Ein gestoppter Zug, zwei unzufriedene Passagiere. In der ZDF-Produktion „Zwei am Zug“ entwickelt sich aus einem zufälligen Treffen eine folgenreiche Abmachung.

Ein Szenario, das zahlreichen Bahnfahrern bekannt vorkommen dürfte, bildet den Auftakt der neuen ZDF-Romanze „Zwei am Zug“: Ein außerplanmäßiger Stopp auf offener Strecke. In diesem Zug befinden sich Sandra (Katharina Wackernagel) und Otis (Rick Okon). Als sie die angespannten Telefongespräche des anderen mitbekommen, mischen sie sich ungefragt ein. „Du steckst hier fest und du entschuldigst dich andauernd dafür? Dafür kannst du nichts. Langsam bisschen erbärmlich, mit Verlaub“, sagt der irritierte Otis zu Sandra. Ihre Antwort folgt prompt: „Ich muss mir anhören, wie Sie diesem Bill hinterherwinseln!“

Gegenseitige Beratung in Liebesdingen

Auf die anfängliche Auseinandersetzung folgt ein „Neustart-Heißgetränk“. Im Gespräch entdecken Sandra und Otis eine Parallele: In ihren jeweiligen Beziehungen nehmen beide eine devote Haltung ein. Sandra fühlt sich von ihrem Ehemann Christian (Aurel Manthei) übersehen, und Otis hegt seit langer Zeit eine unerwiderte Zuneigung für seine beste Freundin Bill (Jane Chirwa).

„Jede Beziehung ist anders, aber warum wir uns so klein machen?“, stellt Sandra in den Raum. Daraufhin fassen sie den Entschluss, einander zu coachen, um ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Von diesem Zeitpunkt an finden regelmäßige Treffen zum „Personal Training“ statt, bei denen sie sich während des Joggens über ihre Liebesprobleme unterhalten.

Tipps für Selbstachtung und eine erfüllte Partnerschaft

Otis' Ziel ist es, „der Mann sein, nach dem sie sich sehnt“, wofür er sich verbiegt. Sandra empfiehlt ihm, sich seltener zu zeigen und ein eigenständiges Leben zu führen. Sie hingegen, die gemeinsam mit ihrem Gatten eine Gaststätte führt, sehnt sich nach mehr Aufmerksamkeit von ihm. „Ich würde gerne wieder eine richtige Ehe führen und keine Zweckgemeinschaft“, erläutert sie. Durch den Zuspruch des jeweils anderen ermutigt, fangen beide an, ihr Leben neu zu gestalten.

Lebensnahe Handlung anstelle von Hollywood-Klischees

Die Produktion besticht durch die leisen, einfühlsamen Gespräche der beiden Protagonisten. Gezeigt werden realitätsnahe Szenarien: Ein Mann in den besten Jahren, der wegen Selbstzweifeln bisher keine feste Partnerschaft eingegangen ist, sowie ein Ehepaar, dessen Mitglieder sich im Alltag entfremdet haben. Während ihr Gatte sich am Ziel wähnt, wünscht Sandra sich eine neue Richtung.

Zwar setzt „Zwei am Zug“ zu Beginn auf ein typisches Handlungsmotiv von Liebesfilmen – die zufällige Begegnung zweier Unbekannter in einem liegengebliebenen Zug. Der weitere Verlauf der Handlung kommt aber ohne überzeichnete Romantik oder unglaubwürdige, abrupte Charakterwandlungen aus. Die Entwicklungen, die Sandra und Otis durchmachen, vollziehen sich schrittweise.

Eine unübliche Romanze: Ältere Frau und jüngerer Mann

Darüber hinaus thematisiert das Skript eine gesellschaftlich oftmals noch unübliche Paarung: die Liebesbeziehung zwischen einer reiferen Frau und einem Mann, der jünger ist. Es wird rasch ersichtlich, dass die Bindung von Sandra und Otis über das rein Freundschaftliche hinausreicht. In ihrer gemeinsamen Einsamkeit und vergleichbaren Lage fühlen sie sich stark voneinander angezogen.

Typischerweise für eine Romanze rückt zum Schluss die Liebe in den Mittelpunkt. Spannend bleibt jedoch der Weg dorthin und die Auflösung, welches Paar sich letztlich findet. Ein erster Wendepunkt tritt ein, als Sandra und Otis mit ihren jeweiligen Lebensgefährten zufällig aufeinandertreffen. Die Produktion „Zwei am Zug“ stellt die letzte Folge des Formats ZDF-„Herzkino“ vor der Sommerpause dar. Sie wird am 17. Mai im ZDF ausgestrahlt und ist schon jetzt in der Mediathek verfügbar. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.