Die Moderatorin und Buchautorin Sarah Kuttner ist an Brustkrebs erkrankt. Dies gab die 47-Jährige in ihrem Podcast „Das kleine Fernsehballett“ bekannt, nachdem sie kurz zuvor Termine für die Lesereise zu ihrem neuen Roman „Mama & Sam“ aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hatte. Laut Kuttner befindet sich der etwa drei Zentimeter große Tumor in ihrer rechten Brust.
Diagnose und Behandlungsplan im Podcast thematisiert
In der Podcast-Folge beschrieb Kuttner den medizinischen Befund gewohnt direkt: „Um es kurz zu machen, habe ich mir einen kleinen Brustkrebs eingefangen.“ Die Geschwulst sei „mittelgroß, mittelgefährlich, also gutes Mittelmaß, was nicht schlecht ist“. In den kommenden Wochen stünden nun diverse Untersuchungstermine sowie operative Eingriffe an. Sämtliche Buchlesungen müssen daher bis auf Weiteres entfallen.
Ihren Podcast beabsichtigt Kuttner nach Möglichkeit fortzusetzen. Dennoch könne es zu kurzfristigen Ausfällen kommen, „weil irgendjemand wieder irgendeine Nadel in mich reinschießen will“. Gleichzeitig stellte sie klar, dass die Krebserkrankung in künftigen Ausgaben des Formats bewusst nicht im Mittelpunkt stehen soll.
Rückblick auf die Krebsvorsorge und Biopsie
Erste Hinweise auf die gesundheitlichen Probleme gab es bereits rund zwei Wochen vor der Bekanntgabe. In einer Videobotschaft in den sozialen Medien berichtete die Autorin von den Ergebnissen einer Routineuntersuchung:
„Ich war gestern in der Frauenarztpraxis zur Krebsvorsorge und um es mit den Worten meiner Frauenärztin zu sagen: Scheiße!“ Zusätzliche Untersuchungen seien „super dringend“ gewesen, „um herauszufinden, wie groß die Kacke tatsächlich ist“. Bereits zu diesem Zeitpunkt war eine erste Lesung abgesagt worden.
In einem weiteren Clip schilderte Kuttner anschließend den Ablauf der Biopsie. Dabei sei mehrfach Gewebe entnommen worden: „Man hat mir fünfmal in die Brust geschossen, fünf fucking Mal.“ Schmerzen habe sie während des Eingriffs nicht empfunden.
„Ich hatte ein bisschen Schiss hier, ehrlich gesagt, aber das ist voll aushaltbar oder auch noch nicht mal unangenehm, ehrlich gesagt“, so Kuttner. Nach einer Mammographie habe sie bereits vor dem endgültigen Laborergebnis eine erste Einschätzung gehabt: „Innerhalb von dem, was es ist, ist es, glaube ich, ganz okay.“
Kuttners Schritt an die Öffentlichkeit folgt auf eine weitere prominente Krankheitsnachricht: Erst zwei Tage zuvor war bekannt geworden, dass auch Papst Leo XIV. an Krebs erkrankt ist und sich in Rom einer Operation am rechten Lungenflügel unterziehen musste. (jag)

