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Große Anteilnahme in BochumFans und Freunde nehmen Abschied von Ralf Richter

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Die Beerdigung von Schauspieler Ralf Richter (†69) in Bochum

Die Beerdigung von Schauspieler Ralf Richter (†69) in Bochum.

Mit markanten Ruhrpott-Rollen wurde er Kult. Nach seinem Tod mit 69 Jahren haben sich Freunde und Fans von Ralf Richter verabschiedet.

Familie, Freunde, prominente Weggefährten und Fans haben im Dampfgebläsehaus der Bochumer Jahrhunderthalle Abschied von Ralf Richter genommen. Auch zahlreiche Kölner waren vor Ort.

Der beliebte Schauspieler war am 15. September im Alter von 69 Jahren in Köln gestorben. Rund 200 geladene Gäste aus dem engsten Kreis sowie der Filmbranche versammelten sich am Samstag zu der Gedenkveranstaltung.

Unter den Anwesenden befanden sich unter anderem Schauspieler Henning Baum, Regisseur Peter Thorwarth sowie Martin May, Richters früherer Kollege aus dem Filmklassiker „Das Boot“. Auch vor dem Gebäude nutzten zahlreiche Bewunderer die Gelegenheit, dem Darsteller mit der markanten Ruhrpott-Schnauze die letzte Ehre zu erweisen.

Emotionale Rede von Sohn Maxwell

Im Zentrum der Trauerfeier stand eine persönliche Ansprache seines 44-jährigen Sohnes Maxwell Richter, über die die „Bild“-Zeitung berichtete. Dabei rückte er die private Seite des Verstorbenen in den Vordergrund: „Für viele war er Kalle Grabowski. Für viele war er Frenssen aus ‚Das Boot‘. Für viele war er eine Kultfigur des deutschen Films. Aber für mich war er etwas viel Größeres: Er war mein Vater.“

Im Vorfeld der Trauerfeier für den Schauspieler Ralf Richter zeigt Sohn Maxwell ein Kindheitsfoto seines Vaters

Im Vorfeld der Trauerfeier für den Schauspieler Ralf Richter zeigt Sohn Maxwell ein Kindheitsfoto seines Vaters: „Aber für mich war er etwas viel Größeres: Er war mein Vater“.

Maxwell beschrieb das Verhältnis als eng und intensiv. Sein Vater sei sein größter Kritiker, Motivator und größter Fan zugleich gewesen: „Es gibt einen Moment, in dem man als Sohn begreift, dass der eigene Vater nicht unendlich ist. Man weiß es eigentlich immer. Aber man verdrängt es. Bis zu dem Tag, an dem aus einem ‚Irgendwann‘ plötzlich ein ‚Nie wieder‘ wird.“

Richter habe ihn im Alltag gefordert, mitunter herausgefordert, sei bei Zweifeln oder Erfolgen jedoch verlässlich an seiner Seite geblieben. Zum Abschluss wandte sich der Sohn direkt an ihn: „Papa, ich bin stolz auf dich. Auf den Menschen, der du warst. Auf den Schauspieler, der du warst. Auf deinen Weg. Auf alles, was du geschaffen hast. Aber vor allem bin ich stolz darauf, dein Sohn zu sein.“

Kultstatus im deutschen Film und Seebestattung geplant

Bereits kurz nach Richters Tod hatten Maxwell und seine Schwester Aline den Verlust öffentlich betrauert. Um den Angehörigen einen würdevollen Rahmen für das Gedenken zu ermöglichen, war im Vorfeld ein Online-Spendenaufruf initiiert worden, bei dem innerhalb kurzer Zeit mehr als 20.000 Euro zusammenkamen.

Ralf Richter feierte 1981 in Wolfgang Petersens Welterfolg „Das Boot“ seinen Durchbruch. In den folgenden Jahrzehnten prägte er das deutsche Kino und Fernsehen als Darsteller kantiger Ruhrgebietscharaktere, darunter in Produktionen wie „Superstau“ und Peter Thorwarths Kultfilm „Bang Boom Bang“.

Die Beisetzung der Asche soll zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis auf See vor der niederländischen Küste stattfinden, wie es sich Richter zu Lebzeiten gewünscht hatte.

Ralf Richters Asche soll zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Kreis bestattet werden. Er habe sich eine Seebestattung gewünscht, hieß es aus dem Umfeld der Familie. (jag/dpa)