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Konzentrationslager und GedenkstättenBund investiert 80 Millionen in Erinnerung an die Grauen der NS-Zeit

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Steine kennzeichnen die Barackenstandorte im ehemaligen Häftlingslager auf dem Gelände der Hamburger KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Um die Erinnerungskultur aufrechtzuerhalten, steckt der Bund mehrere Millionen in NS-Gedenkorte wie etwa die KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Hamburg.

Orte der Erinnerung an die Schreckensherrschaft aufrechterhalten: Der Bund unterstützt NS-Gedenkorte finanziell.

Mit fast 80 Millionen Euro soll die Erinnerung an das Grauen der NS-Zeit aufrechterhalten werden: Das Geld soll in Gedenkstätten an ehemaligen Konzentrationslagern und anderen Gedenkorten fließen. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestages am Donnerstag in Berlin beschlossen.

Millionenbetrag für Schleiden und Schwalmtal: NS-Ordensburg Vogelsang und Kent School werden bedacht

In Nordrhein-Westfalen sollen die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang sowie der Erinnerungsort Kent School in Schwalmtal-Hehler mit einem Millionenbetrag bedacht werden.

In Vogelsang in Schleiden wurden zwischen 1942 und 1944 Internatsschüler von drei „Adolf-Hitler-Schulen“ provisorisch untergebracht. Im Jahr 1944 wurden Jugendliche der „Hitler-Jugend“ in einem „Wehrertüchtigungslager“ dort zwei Monate militärisch ausgebildet und dann in den Krieg geschickt. In Schwalmtal-Hehler hatten die Nationalsozialisten behinderte Menschen inhaftiert und ermordet.

Haushaltsausschuss des Bundestages beschließt, 80 Millionen in die Erinnerungskultur zu stecken

Finanziert werden sollen zudem eine neue Ausstellung im früheren Konzentrationslager Dachau, aber auch die Umgestaltung der Kongresshalle Nürnberg für Kunst und Kultur auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände der NSDAP.

„Kulturdenkmäler und Orte der Erinnerung an die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus zeigen uns täglich, wozu Hass, Hetze und Ausgrenzung führen können“, erklärten die Haushälter der Ampel-Fraktionen Dennis Rohde (SPD), Andreas Audretsch (Grüne) und Otto Fricke (FDP). „Gerade in Zeiten, in denen manche unsere Demokratie in Frage stellen, sind diese Orte von großer Bedeutung.“

KZ Dachau, Kongresshalle Nürnberg: Zwei Drittel der Fördergelder gehen nach Bayern

Fast zwei Drittel der 79,4 Millionen Euro sollen in Gedenkorte in Bayern fließen – neben Dachau und Nürnberg auch in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, wo die Renovierung eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes ansteht.

Bedacht werden zudem die KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Hamburg, die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing in Schleswig-Holstein und das Museum Bad Sachsa in Niedersachsen. (kkr mit dpa)