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25 Jahre nach AnschlägenDie hartnäckigen Mythen um den 11. September

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Rauch steigt aus den brennenden Zwillingstürmen des World Trade Center auf, nachdem entführte Flugzeuge in die Türme in Manhattan geflogen sind.

Rauch steigt aus den brennenden Zwillingstürmen des World Trade Center auf, nachdem entführte Flugzeuge in die Türme in Manhattan geflogen sind. (Archivfoto)

Der 11. September 2001 war ein gesellschaftlicher Schock – und der Ausgangspunkt zahlreicher Verschwörungstheorien.

Die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 erschütterten die Welt. Fast 3.000 Menschen starben. 25 Jahre später sind die Bilder noch immer präsent – ebenso wie eine Vielzahl von Verschwörungstheorien, die sich trotz eindeutiger Widerlegungen hartnäckig halten.

Das liegt hauptsächlich daran, dass für manche Menschen noch immer nicht alle Fragen abschließend beantwortet sind. Deshalb halten sich bis heute verschiedene Verschwörungserzählungen rund um die Anschläge.

Zwischen Wissenslücken und Misstrauen: Warum 9/11-Theorien fortbestehen

Zu den am weitesten verbreiteten Behauptungen zählen die Theorie einer kontrollierten Sprengung, die Behauptung, es habe gar keine Flugzeuge gegeben, sowie die Unterstellung, die US-Regierung oder der Mossad (israelischer Geheimdienst) seien verantwortlich gewesen.

Die Satellitenaufnahme zeigt Manhattan, nachdem die Zwillingstürme eingestürzt sind.

Die Satellitenaufnahme zeigt Manhattan, nachdem die Zwillingstürme eingestürzt sind.

Der wohl prominenteste Verschwörungstheoretiker der USA sitzt aktuell wieder im Weißen Haus: Donald Trump. Noch 2015 stellte er die „offizielle Version“ der Anschläge infrage und machte Saudi-Arabien dafür verantwortlich. Mittlerweile scheint er diese Einschätzung jedoch geändert zu haben.

Donald Trump gehörte zu den prominentesten Verschwörungstheoretikern

All diese Thesen wurden bereits mehrfach widerlegt. Videoaufnahmen, Flugzeugwrackteile, DNA-Identifizierungen von Passagieren sowie das Fehlen jeglicher Hinweise auf Sprengstoffvorbereitungen sprechen eine eindeutige Sprache. Dennoch weichen viele Anhänger einfach auf neue Varianten aus.

Doch warum glauben Menschen an solche Theorien? Experten erklären, dass einschneidende und traumatische Ereignisse häufig ein Gefühl von Unsicherheit und Kontrollverlust auslösen. Verschwörungserzählungen bieten scheinbar einfache Erklärungen für komplexe Geschehnisse und vermitteln manchen Menschen dadurch ein Gefühl von Ordnung und Gewissheit.

Warum sich 9/11-Verschwörungstheorien bis heute halten

Soziale Netzwerke tragen zusätzlich dazu bei, dass sich solche Behauptungen schnell verbreiten. Nutzer können sich dort immer weiter in ähnliche Inhalte vertiefen und geraten so leicht in eine sogenannte „Filterblase“ oder ein „Rabbit Hole“.

Verschwörungserzählungen sind problematisch, da sie das Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen und anderen Menschen verstärken können. Außerdem werden bestimmte Bevölkerungsgruppen, wie etwa Juden, Muslime oder LSBTIQ+, häufig zu Unrecht für Ereignisse verantwortlich gemacht. Gerade antisemitische Erzählungen spielen im Zusammenhang mit dem 11. September eine wiederkehrende Rolle. (mbr)