Nachdem BWM der AfD den Dienstwagen verweigert, geht Beatrix von Storch in die Bettel-Offensive.
Dienstwagen abgezogenDeutscher Autoriese lässt AfD fallen – Von Storch bettelt Musk an

Ulrich Siegmund gratuliert Tobias Rausch nach seiner Wahl.
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BMW setzt ein klares Zeichen gegen die AfD und Ulrich Siegmund: Der Münchner Autokonzern hat ein Leasingangebot für einen Dienstwagen des Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt zurückgezogen. Dies bestätigte die Landtagsverwaltung der „Zeit“ am Donnerstag.
Am Mittwoch (7. Oktober) wurde der AfD-Politiker Tobias Rausch zum Präsidenten des Landtags gewählt. Damit steht erstmals ein Vertreter der von den Verfassungsschutzbehörden als rechtsextremistisch eingestuften AfD an der Spitze eines deutschen Parlaments. Tino Chrupalla und die umstrittene Wahl-Schweizerin Alice Weidel bilden dort den Parteivorsitz.
BMW zieht Angebot für AfD plötzlich zurück
BMW äußert sich nicht zu dem Vorgang. Ein Konzernsprecher erklärte auf Anfrage lediglich: „Die BMW Group äußert sich grundsätzlich nicht zu Kundenbeziehungen.“ In der Vergangenheit wurden bereits mehrfach Geschäftsbeziehungen zur AfD beendet, darunter Spendenkonten, Konten von Parteigliederungen sowie Versammlungsräume und Hotelzimmer.

Beatrix von Storch (l-r, AfD), stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, die Berliner AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker und Alice Weidel (AfD), Bundesvorsitzende, auf einer Wahlparty.
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Vor wenigen Tagen hatte BMW-Vorstandschef Milan Nedeljković der „FAZ“ mit Blick auf die AfD gesagt, Rechtspopulismus und Nationalismus „sind Gift für einen weltoffenen Wirtschaftsstandort, der vom Welthandel lebt“. Wer Abschottung und Isolationismus fordere, handele nicht im Interesse des Standorts Deutschland.
Wegen Dienstwagen: Beatrix von Storch bettelt Elon Musk an
Die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Beatrix von Storch, reagierte am Donnerstagabend auf der Plattform X auf den BMW-Rückzug. Dabei wandte sie sich direkt an Tesla-Chef Elon Musk und fragte, ob Tesla bereit wäre, Rausch einen Dienstwagen zur Verfügung zu stellen. Bisher hat der reichste Mensch der Welt nicht darauf reagiert.
BMW, Mercedes und Audi: AfD hat kein Angebot für Dienstwagen vorliegen
Dem Landtagspräsidenten steht ein Dienstwagen mit Fahrer zu. AfD-Politiker Rausch übernimmt von seinem christdemokratischen Amtsvorgänger einen BMW 7er. Das Fahrzeug war kein ganzes Jahr in Gebrauch und wurde in dieser Zeit für etwas über 50.000 Kilometer genutzt. Der Leasingvertrag endet im November.
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Sollte es der Landtagsverwaltung bis dahin nicht gelingen, ein Ersatzfahrzeug zu beschaffen, stünde Rausch ohne eigenen Dienstwagen da. Bislang stellte BMW einen großen Teil des Fuhrparks von Landtag und Landesregierung.
Das zurückgezogene Angebot von BMW war demnach das einzige, das dem Landtag von einem der namhaften deutschen Hersteller für das Fahrzeug des Parlamentspräsidenten vorlag. Von Mercedes oder Audi gab es bislang keine Angebote für einen Dienstwagen. (red)
