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Hisbollah lehnt Waffenruhe abProiranische Miliz attackiert Israel, Soldat getötet

3 min
Nahostkonflikt - Libanon

Der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel geht trotz Waffenruhe weiter.

Trotz einer ausgehandelten Feuerpause gehen die Kämpfe weiter. Die Hisbollah lehnt das Abkommen ab, ein Soldat wurde getötet.

Die Auseinandersetzung mit der Hisbollah-Miliz dauert an, ungeachtet einer neu verhandelten Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon. Wie das israelische Militär am Abend bekannt gab, kam bei einer Attacke der proiranischen Gruppierung auf Truppen im Südlibanon ein Soldat ums Leben.

Die Hisbollah hatte unmittelbar davor die Konditionen für eine Feuerpause zurückgewiesen, die in Washington während der Nacht zum Donnerstag zwischen Israel und dem Libanon ausgehandelt wurden. Die libanesische Regierung agiert in diesem Krieg nicht als Konfliktpartei und besitzt lediglich geringe Kontrolle über die Miliz, welche in die Gespräche nicht einbezogen war.

Hisbollah weist Konditionen für Feuerpause zurück

In Reaktion auf die Attacke der Hisbollah griff die israelische Armee laut eigener Darstellung Einrichtungen der schiitischen Miliz an. Die Hisbollah meldete während der Nacht einen erneuten Raketenbeschuss israelischer Einheiten im Südlibanon. Eine Bestätigung dieser Informationen von unabhängiger Seite war nicht möglich. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag hierzu vorerst nicht vor.

Hisbollah-Chef Naim Kassim

Hisbollah-Chef Naim Kassim lehnt die Entwaffnung seiner Miliz ab. (Archivbild)

Naim Kassim, der Anführer der Hisbollah, hatte das Abkommen zwischen der Regierung des Libanon und Israel bereits im Vorfeld verworfen. Er widersetzte sich vor allem dem Verlangen nach einer Entwaffnung seiner von Teheran geförderten Organisation.

Dagegen zeigte sich US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus vor Journalisten optimistisch. Seinen Worten zufolge habe die Hisbollah mit ihm kommuniziert und das Abkommen nicht abgelehnt. „Sie sagten, 'wie wäre es, aufzuhören?'“, führte Trump aus und signalisierte, dass es seiner Meinung nach Fortschritte geben werde. „Es wäre wirklich schön, wenn der Libanon etwas Frieden haben könnte“, fügte er hinzu.

Laut einer Erklärung Kassims, die im libanesischen Fernsehen verlesen wurde, käme eine Interpretation der Waffenruhe, wonach die Hisbollah ihre Attacken einstellen müsste, während israelische Angriffe weitergingen, einer „Kapitulation“ gleich. „Das angekündigte Abkommen ist ein Fahrplan zur Zerstörung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils.“

Israels Verteidigungsminister Katz

Israels Armee bleibt laut Verteidigungsminister Katz vorerst im Südlibanon präsent. (Archivbild)

Abkommen beinhaltet Entwaffnung und Abzug der Hisbollah

Das Abkommen beinhaltet unter anderem, dass die Miliz ihre Attacken gegen Israel beendet und aus den Regionen südlich des Litani-Flusses abzieht. Dieser Fluss verläuft teilweise bis zu 30 Kilometer nördlich der Grenze zu Israel. Im südlichen Libanon sollen Sicherheitszonen entstehen, in denen allein die regulären Streitkräfte des Libanon die Kontrolle innehaben. Offen bleibt jedoch, wie dies realisiert werden soll.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz verkündete am Donnerstag, wie die „Times of Israel“ berichtete, dass das Militär seines Landes die Operationen im Nachbarland im Norden bis auf Weiteres weiterführen werde. Der Libanon-Konflikt stellt überdies einen wesentlichen Knackpunkt bei den Gesprächen über ein Ende des Krieges zwischen Amerika und dem Iran dar, weil Teheran die Hisbollah mit Waffen versorgt und finanziell unterstützt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.