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Dämpfer für Iran-AbkommenTrump will bei Verhandlungen nichts überstürzen

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Straße von Hormus

Um eine Wiederöffnung der Straße von Hormus wird weiter verhandelt. (Archivbild)

Trotz Hoffnung auf eine Einigung im Atomstreit mit dem Iran bremst US-Präsident Trump die Erwartungen an einen Deal.

Die Erwartungen an eine zügige Vereinbarung zur Beilegung der Auseinandersetzung mit dem Iran wurden von US-Präsident Donald Trump relativiert. „Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist“, verlautbarte er über die Plattform Truth Social. Geduld sei von beiden Parteien erforderlich. „Es darf keine Fehler geben!“

Trump hatte erst in der Vorwoche den Druck auf die iranische Regierung intensiviert und über denselben Kanal mitgeteilt: „Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben.“

Iranischer Präsident Massud Peseschkian

Der Iran strebt laut Präsident Massud Peseschkian keine Atomwaffen an. (Archivbild)

Trotzdem führte die Aussicht auf eine friedliche Einigung zu Beginn der Woche zu einem Rückgang der Ölpreise. Der Nikkei-Index an der Tokioter Leitbörse überschritt während des frühen Handels erstmalig die Schwelle von 65.000 Punkten. Es bleibt allerdings ungewiss, ob die Verantwortlichen in Washington und Teheran wirklich eine Einigung anstreben.

Unklarheit über die nukleare Frage

Trump hatte am Samstag mitgeteilt, eine Rahmenvereinbarung sei „weitgehend“ verhandelt worden. Anschließend meldeten US-Medien, die sich auf einen hochrangigen Mitarbeiter des Weißen Hauses bezogen, dass die Zustimmung aus Teheran einige Tage in Anspruch nehmen könnte. Obwohl man zuversichtlich sei, sei ein Scheitern der Gespräche weiterhin möglich. Zentrale Aspekte, darunter die Frage nach einem permanenten Rückbau des iranischen Atomprogramms, bleiben demzufolge offen.

Laut dem von der „New York Times“ zitierten US-Beamten würde die Vereinbarung die für den weltweiten Ölhandel bedeutsame Straße von Hormus erneut zugänglich machen und Teheran verpflichten, sein hochangereichertes Uran zu beseitigen. Die genaue Umsetzung durch die iranische Regierung sei allerdings noch Gegenstand der Verhandlungen. „Es fühlt sich wie ein Durchbruch an, aber einige dieser Punkte haben wir schon einmal gesehen, und sie scheiterten immer, sobald es um konkurrierende Interpretationen der Details ging“, erklärte Rory Johnston, Gründer der Ölforschungsfirma Commodity Context, gegenüber dem „Wall Street Journal“.

Von der Führung in Teheran gab es bislang keine öffentliche Stellungnahme zum Inhalt einer potenziellen Vereinbarung. Repräsentanten beider Staaten stellten klar, dass eine Übereinkunft lediglich als vorläufiger Rahmen für zukünftige Gespräche diene.

Donald Trump

Trump will bei den Iran-Verhandlungen «nichts überstürzen». (Archivbild)

Teheran bekräftigt Verzicht auf Atomwaffen

Trump schrieb des Weiteren, dass die amerikanische Blockade der iranischen Häfen uneingeschränkt bestehen bleibe, solange keine Einigung erreicht, verifiziert und unterschrieben ist. Es müsse der Führung in Teheran klar sein, dass der Besitz von Nuklearwaffen nicht gestattet sei.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna äußerte der iranische Präsident Massud Peseschkian am Sonntag, sein Land sei „bereit, der Welt zu versichern, dass wir keine Atomwaffen anstreben“. Zugleich hob er hervor, dass die Unterhändler aus dem Iran „keine Kompromisse eingehen werden, wenn es um die Ehre und Würde des Landes geht“.

Tasnim, eine Nachrichtenagentur mit Verbindungen zu den Revolutionsgarden, meldete, dass es weiterhin Differenzen bei ein bis zwei Themen gebe, die „aufgrund der Hindernisse seitens der USA“ bislang ungelöst seien. Teheran bestehe auf seinen Rechten, hieß es.

Erweiterung der Abraham-Abkommen als Ziel

Trump wandte sich am Sonntag gegen kritische Stimmen, die auch aus den Reihen seiner eigenen republikanischen Partei kamen. Er schließe im Gegensatz zu seinen Amtsvorgängern keine unvorteilhaften Vereinbarungen, teilte er auf Truth Social mit. Eine von ihm geschlossene Übereinkunft werde von guter und solider Qualität sein.

Während eines Telefongesprächs am Samstag mit den Führungspersönlichkeiten arabischer und weiterer muslimisch geprägter Staaten soll Trump geäußert haben, er erwarte von diesen eine Normalisierung ihrer Verhältnisse zu Israel, falls eine Einigung mit dem Iran erzielt werde. Diese Information stammt vom US-Nachrichtenportal „Axios“, das sich auf zwei amerikanische Beamte beruft. Die Staatschefs von Saudi-Arabien, Katar und Pakistan hätten darauf erstaunt reagiert. „Es herrschte Stille in der Leitung, und Trump scherzte und fragte, ob sie noch da seien“, zitierte das Portal einen der Beamten.

US-Präsident Trump

Angeblich drängt Trump auf eine Normalisierung der Beziehungen Saudi-Arabiens mit Israel. (Archivbild)

Im Jahr 2020 initiierte Trump die als Abraham-Abkommen bekannten Verträge. Infolgedessen nahmen die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und der Sudan diplomatische Beziehungen zu Israel auf. Berichten aus den Medien zufolge hegt die israelische Regierung erhebliche Bedenken, Trump könnte eine aus ihrer Perspektive unvorteilhafte Vereinbarung mit Teheran treffen. Am 28. Februar hatten die Streitkräfte Israels gemeinsam mit den Vereinigten Staaten einen Angriff auf den Iran durchgeführt; ein Waffenstillstand ist seit Beginn des Aprils in Kraft. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.