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Kampf um KreuzritterfestungIsrael hisst Flagge auf strategisch wichtiger Burg im Libanon

3 min
Nahostkonflikt - Libanon

Die Kreuzritterfestung Beaufort, die israelische Soldaten eingenommen haben, liegt in der Nähe eines nordöstlichen Ausläufers der israelischen Grenze.

Im Südlibanon hat Israel die Kontrolle über die Kreuzritterburg Beaufort übernommen. Die Bodenoffensive wird intensiviert.

Im südlichen Libanon haben israelische Streitkräfte laut eigener Darstellung die strategisch bedeutsame Kreuzritterburg Beaufort unter ihre Kontrolle gebracht. Damit wurden die Operationen am Boden in dem angrenzenden Staat intensiviert, wie aus einer morgendlichen Bekanntmachung hervorging. Eine Aufnahme eines dpa-Reporters dokumentierte das Hissen einer israelischen Fahne auf der Befestigungsanlage. Eine offizielle Stellungnahme der israelischen Armee dazu stand auf Anfrage zunächst aus.

Die libanesische Hisbollah-Miliz wurde vom israelischen Militär beschuldigt, in dem Areal Anlagen zu unterhalten und von dort Attacken gestartet zu haben. Nach eigener Darstellung agiert Israel in der Region gegen Startvorrichtungen für Raketen, die zu der vom Iran geförderten schiitischen Organisation gehören. Die Befestigung wurde von einem Sprecher der Armee als „Symbol der Arroganz“ der Hisbollah bezeichnet.

Beaufort: Strategisch wichtige historische Befestigung

Die Erbauung der Kreuzritterburg Beaufort datiert auf das 11. Jahrhundert. Sie befindet sich etwas nördlich vom Litani-Fluss, eine Linie, hinter die sich die Hisbollah gemäß einer Abmachung hätte zurückbewegen sollen. Die Position der Burg ist ebenfalls unweit einer nordöstlichen Verlängerung der Grenze zu Israel. Das auf 700 Metern Höhe befindliche Bauwerk ermöglicht eine weite Sicht auf das Umland. Bereits während der etwa 20-jährigen israelischen Besatzungszeit bis zum Jahr 2000 war die Befestigung ein Ort von Auseinandersetzungen.

Regierungschef des Libanon: „Versuch, Geschichte auszuradieren“

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam erhob gegenüber Israel den Vorwurf, den Süden des Libanon in großem Umfang zu verwüsten. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA seien die israelischen Attacken ein „Versuch, die Geschichte auszuradieren“. Für die libanesische Bevölkerung seien die kriegsbedingten Lasten gewaltig. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass das Land zum „Faustpfand“ bei regionalen Auseinandersetzungen wird.

Am Morgen appellierte ein Sprecher des israelischen Militärs an die Mehrheit der Bevölkerung im Südlibanon, sich in das Gebiet nördlich des Sahrani-Flusses zu bewegen. Dieses liegt ungefähr 40 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Ein derart weitreichender Aufruf zur Flucht war zuletzt unmittelbar vor dem Einsetzen der Feuerpause Mitte April ausgesprochen worden. Die Evakuierungsanweisung wurde von Israels Armee mit den Attacken der Hisbollah auf Israel gerechtfertigt. Es wurde angekündigt, dass das Militär in dem Areal entschlossen gegen die Miliz vorgehen werde.

Alarm in Nordisrael wegen Beschuss aus Libanon

Gleichzeitig berichtete die israelische Armee über neuerliches Feuer aus dem Libanon. Im Norden Israels ertönten wiederholt Alarmsirenen. Des Weiteren verlor nach Auskunft des Militärs ein israelischer Soldat im Südlibanon sein Leben. Laut israelischen Meldungen starb dieser bei einem Drohnenangriff der Hisbollah am späten Samstagabend. Aufgrund der Attacken mit Drohnen und Raketen durch die Hisbollah ist es Tausenden von Kindern in diversen Ortschaften im Norden Israels, die sich nahe der libanesischen Grenze befinden, aktuell nicht möglich, den Schulunterricht zu besuchen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.