Rafah ist der einzige Grenzübergang aus dem Gazastreifen, der nicht über israelisches Gebiet führt. Die Öffnung ist Teil des Waffenruhe-Abkommens.
Waffenruhe-AbkommenIsrael öffnet Grenzübergang Rafah für Personenverkehr

Lastwagen mit humanitärer Hilfe kommen am Sonntag (2. Februar) im südlichen Gazastreifen an, nachdem sie den Grenzübergang Rafah von Ägypten aus passiert haben.
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Der wichtige Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ist nach Angaben eines israelischen Beamten am Montag für den Personenverkehr in beide Richtungen geöffnet worden. Nach der Ankunft von Vertretern der EU-Mission Eubam sei der Grenzübergang „nun für den Personenverkehr geöffnet, sowohl für die Einreise als auch für die Ausreise“, sagte der israelische Beamte.
Der dem Geheimdienst nahestehende ägyptische Sender Al-Kahera News meldete, dass in den ersten Tagen der Öffnung täglich in beide Richtungen jeweils 50 Menschen den Grenzübergang nutzen dürfen.
Der israelische öffentlich-rechtliche Sender Kan berichtete ebenfalls, dass am Montag 50 Menschen in den Gazastreifen einreisen sollten. Zudem sollten laut dem Sender voraussichtlich rund 150 Menschen, darunter 50 Patienten, das Gebiet in Richtung Ägypten verlassen dürfen.
Auf der ägyptischen Seite des Grenzübergangs kamen am Montag mehrere Dutzend Menschen an und warteten auf ihre Einreise in den Gazastreifen.
Öffnung von Grenzübergang ist Teil von Trumps Friedensplan
Am Sonntag war der Grenzübergang erstmals seit zwei Jahren geöffnet worden - allerdings in sehr eingeschränktem Umfang. Die Öffnung erfolgte laut der für zivile Angelegenheiten in den palästinensischen Gebieten zuständige israelische Behörde Cogat als Teil des Waffenruhe-Abkommens zwischen Israel und der Hamas, das auf Initiative von US-Präsident Donald Trump geschlossen wurde. Die Öffnung wird nach Angaben der Behörde von der EU-Zivilmission Eubam begleitet.
Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel. Beide Seiten werfen sich jedoch immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor. (afp)

