Russland und die Ukraine intensivieren ihre Angriffe auf strategisch wichtige Bahnlinien gegenseitig. Bei einem nächtlichen Luftangriff der russischen Streitkräfte auf den ukrainischen Eisenbahnknotenpunkt Losowa wurden der Bahnhof sowie weitere Infrastrukturbauten beschädigt, teilte der Zivilschutz mit. Dabei kam ein Bahnmitarbeiter ums Leben, zehn weitere Personen wurden verletzt, wie die Staatsanwaltschaft der Region Charkiw berichtete.
Durch Losowa verlaufen Bahnlinien nach Charkiw und in die ostukrainischen Frontstädte Kramatorsk und Kostjantyniwka. Den Angaben nach wurde die Stadt von mehr als 30 russischen Kampfdrohnen attackiert. Bürgermeister Serhij Selenskyj sprach vom schwersten Angriff in mehr als drei Jahren Krieg.
Nachschub für die Front soll unterbrochen werden
Beide Kriegsparteien versuchen, durch die Zerstörung von Eisenbahninfrastruktur den Nachschub des Gegners an der Front zu unterbrechen. Die Ukraine greift seit Wochen nicht nur Raffinerien, sondern auch gezielt Bahnstrecken in Russland an. So soll in der Nacht zum Dienstag die Station Tazinskaja im Gebiet Rostow attackiert worden sein, russische Angaben dazu konnten bislang nicht unabhängig bestätigt werden.
Die Ukraine verteidigt sich seit Februar 2022 gegen eine russische Invasion. (dpa)

