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Kriminalstatistik Weniger Einbrüche in NRW – Aufklärungsquote gestiegen

Einbruch Kriminalstatistik

Die Wohnungseinbruchsdiebstähle sind zurückgegangen.

Düsseldorf – Die Zahl der Straftaten in NRW ist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf 642107 zurückgegangen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik hervor, die dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ in Auszügen vorliegt.

Die Zahl der Taschendiebstähle liegt danach um 21,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Wohnungseinbruchsdiebstähle sind in den ersten sechs Monaten des Jahres um 22,8 Prozent zurückgegangen. Die Aufklärungsquote liegt bei 53,5 Prozent, damit wird der „historische Wert“ von 2017 um einen Prozentpunkt verbessert.

Schon 2017 Rückgang der Straftaten

Bereits in der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2017 war ein deutlicher Rückgang der Kriminalität festgestellt worden. Bei der Zahl der Straftaten wurde der stärkste Rückgang seit mehr als 30 Jahren gemessen. Auch beim Wohnungseinbruchdiebstahl hatte es den stärksten Rückgang der letzten drei Jahrzehnte gegeben.

Alles zum Thema Herbert Reul

Sebastian Fiedler, Landesvorsitzender des Bund Deutscher Kriminalbeamter in NRW, erklärte, in Köln und Düsseldorf sei die Polizei zuletzt konsequent gegen Taschendiebe aus Nordafrika und aus den Maghreb-Staaten vorgegangen.

„Das dürfte sich jetzt positiv auf die Statistik auswirken.“ Die Erfolgsbilanz bei den Wohnungseinbrüchen hänge mit der guten Arbeit der Polizei und damit zusammen, dass viele Banden ihren Aktionsraum nach Skandinavien oder andere europäische Nachbarländer verlagert hätten.

Reul: Kein Grund zur Zufriedenheit

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) betonte, der Rückgang in fast allen Deliktsbereichen sei erfreulich, aber es bestehe „kein Anlass, sich zufrieden zurückzulehnen“. Die absoluten Zahlen seien nach wie vor zu hoch, etwa bei den Wohnungseinbrüchen.

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„Das waren im ersten Halbjahr immer noch 17747. Jeder davon ist einer zu viel“, so der Minister. Hohe Zuwächse wurden etwa bei sexueller Nötigung registriert: Die Fallzahl stieg von 242 auf 350. Bei der Kinderpornografie gab es einen Zuwachs von 2,8 Prozent. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen sank von 82770 auf 78726.

Positiver Trend nicht absehbar

Michael Mertens, Chef der Gewerkschaft der Polizei in NRW, erklärte, es sei nicht absehbar, ob sich die positive Entwicklung auch künftig fortsetze. Der Großeinsatz am Hambacher Forst werde über Monate bis zu 1500 Beamte täglich binden.

„Für die Kräftebelastung der NRW-Polizei ist das so, als müsste sie tagtäglich einen Bundesligaspieltag mit mehreren Hochrisikospielen absichern. Das Problem, dass diese Beamten dann anderswo fehlen, wird man nicht unter den Teppich kehren können“, sagte Mertens.