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Risiko-Check für Ihr HausUpdate für Hochwasser-App in NRW gibt Tipps zur Eigenvorsorge

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Hilfe per Klick: Wie man sein Heim vor Hochwasser schützt

Aus der Ferne sind mitreißende Wasserfluten wie hier in Köln im Januar 2024 ein eindrucksvolles Naturschauspiel - solange man selbst nicht betroffen ist. (Archivbild)

In NRW können Einwohner mit einer aktualisierten Anwendung das Risiko einer Überflutung für ihr Heim präziser bewerten. Welche Neuerungen gibt es?

Eine aktualisierte Anwendung ermöglicht es ab sofort allen Einwohnern von Nordrhein-Westfalen, die Gefährdung ihres Heims durch Starkregen oder Hochwasser genauer zu überprüfen. Laut dpa wurde das digitale Werkzeug von der Landesregierung in Zusammenarbeit mit Wasserwirtschaftsverbänden überarbeitet, um es anwendungsfreundlicher zu gestalten und die private Vorsorge zu verbessern.

Anwender können nach der Eingabe ihrer Adresse auf der Webseite oder in der App unterschiedliche Szenarien für Hochwasser simulieren. Die Anwendung zeigt dabei nicht nur potenziell überflutete Areale, sondern prognostiziert auch die mögliche Wasserhöhe am jeweiligen Standort. Ein Ampelsystem visualisiert die Risikobewertung, welche sich als PDF-Dokument speichern lässt. Dies unterstützt Eigentümer dabei, Risiken fundierter zu bewerten und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Gezielte Handlungsempfehlungen durch neue Features

Die Aktualisierung ergänzt die Anwendung um ein wesentliches Element. Mithilfe eines systematischen Fragebogens können Nutzer zum ersten Mal gezielt analysieren, wo und wie Wasser in ihr Haus gelangen könnte.

Basierend auf diesen Angaben generiert die App eine persönliche Risikobewertung. Sie liefert zudem spezifische Ratschläge für die private Vorsorge, bauliche Schutzmaßnahmen und das korrekte Handeln bei einer Überflutung. Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) erklärte laut dpa: „Die App zeigt jetzt nicht nur die Gefährdungslage rund um das eigene Zuhause, sondern macht Schutzmaßnahmen direkt am Gebäude sichtbar und umsetzbar“. Ferner beinhaltet die App eine interaktive und verständliche Anleitung für die Kartenansichten in 2D und 3D.

Hintergrund: Klimawandel und die Flut von 2021

Die Verbesserung des digitalen Werkzeugs erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Wetterextreme. „In Zeiten des Klimawandels müssen wir den Hochwasser- und Starkregenschutz zukunftsfest machen“, betonte Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft und des Lippeverbands. Die Lehren aus der Flutkatastrophe vom Juli 2021 seien entscheidend, fügte Scharrenbach hinzu: „Hochwassersicherer Wiederaufbau und gezielte Vorsorge sind der Schlüssel, um Schäden künftig zu begrenzen.“

Verfügbar ist die Anwendung im App-Store sowie auf der Internetseite www.hochwasser-app.nrw. Laut Ministeriumsangaben gab es seit April 2025 etwa 730.000 Aufrufe und fast 1,1 Millionen Adressabfragen. Das Angebot richtet sich nicht nur an Privatpersonen, sondern auch an Städte und Gemeinden. Von den 396 Kommunen in NRW bieten 131 bereits über die App weiterführende Auskünfte und nennen zuständige Kontaktpersonen.

Zusätzliche Hilfestellung bietet eine Liste mit häufig gestellten Fragen (FAQ). Diese enthält kurze und klare Antworten, um Anwendern bei den folgenden Schritten zu helfen. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.