Hendrik Wüst fordert nach dem Angriff auf ein Umspannwerk in Bergheim mehr Anstrengungen zum Schutz von kritischer Infrastruktur.
Schutz von kritischer Infrastruktur„Angriff auf uns alle“ – Wüst äußert sich zu Anschlag in Bergheim

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz zur Landespolitik. (Archivbild)
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NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich zum Anschlag auf das Umspannwerk in Bergheim bei Köln geäußert. „Angriffe auf die kritische Infrastruktur sind ein Angriff auf unsere Gesellschaft – ganz gleich, was das Motiv der Tat war“, schrieb Wüst auf der Plattform X.
„Es besteht der Anfangsverdacht einer verfassungsfeindlichen Sabotage. Die Ermittlungsbehörden sichern jetzt jede Spur“, erklärte Wüst. „Für die Menschen im Land war nach Information des Netzbetreibers die Stromversorgung zu keinem Zeitpunkt gefährdet“, fügte der NRW-Ministerpräsident hinzu.
Hendrik Wüst: „Angriffe auf das Leben von uns allen“
Gegenüber dem WDR sprach Wüst am Donnerstag (3. September) von „Angriffen auf das Leben von uns allen“. Kritische Infrastruktur sei das, worauf „wir uns jeden Tag verlassen müssen“, so der CDU‑Politiker.
Wüst forderte zudem mehr Anstrengungen, um den Schutz dieser Infrastruktur zu verbessern: Der Staat müsse im Zweifel die Regeln so gestalten, dass Betreiber auch verteidigen und schützen können.
Wüst zeigte sich am WDR-Mikrofon offen dafür, auch Videoüberwachung auszuweiten. Der CDU-Politiker kam auch auf die Frage zu sprechen, wer Drohnen vom Himmel holen darf. Wenn der Staat nicht überall sein könne, dann müsse er die Betreiber dazu in die Lage versetzen.
Kritische Infrastruktur: „Schutz ist eine nationale Aufgabe“
„Kritische Infrastruktur ist immer häufiger Zielscheibe von Sabotage und hybriden Angriffen“, erklärte Wüst auch bei X. „Ihr Schutz ist eine nationale Aufgabe, die alle staatlichen Ebenen nur gemeinsam bewältigen können.“
Am Dienstagabend (1. September) war es zu einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln gekommen. Unbekannte hatten Kabel über die Oberleitung gebracht und einen Kurzschluss verursacht. In der Nähe wurden nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden, die womöglich bereits vor längerer Zeit dort installiert worden waren.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Vorfall auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückzuführen ist. Die Behörden ermitteln vorrangig in zwei Richtungen: entweder ein linksextremer Hintergrund oder ein hybrider Angriff aus dem Ausland. (das/dpa)
