Der Zugriff sei in Niederzier nahe des Hambacher Forsts erfolgt, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul in Düsseldorf.
Mann zu Fuß auf der FluchtPolizei stürmt Fahrzeug von Sabotage-Verdächtigem

Schwer gerüstete Spezialkräfte am Einsatzort. Die Polizei fahndet europaweit nach einem 48‑Jährigen, der Bekennerschreiben zu den Sabotageakten an Umspannwerken verfasst haben soll.
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Die Polizei hat laut NRW-Innenminister Herbert Reul das Fahrzeug des Verdächtigen für mehrere Sabotageaktionen gegen die deutsche Stromversorgung gestürmt. Der Zugriff sei in Niederzier nahe des Hambacher Forsts erfolgt, sagte der CDU-Politiker in Düsseldorf. Der Mann sei nun vermutlich zu Fuß unterwegs und werde nicht weit kommen. Laut einem Bericht der „Bild“ soll es sich bei dem Fahrzeug um einen Lastwagen gehandelt haben.
Nach Sabotageversuchen gegen die Energieversorgung hat die Polizei zuvor Sprengstoff bei dem Tatverdächtigen gefunden. In der Wohnung des 48-Jährigen in Gevelsberg gebe es klare Sprengstofffunde, sagte Reul in Düsseldorf.
Es gebe keine weiteren Indizien, dass der Mann besonders gefährlich sei. Die Fahndung nach dem Mann laufe. Sein Bekennerschreiben sei authentisch. Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Einzeltäter und um „Klimaterrorismus“.
Es gab in dieser Woche mindestens zwei Sabotageversuche mit Bezug zur Stromversorgung. Zuletzt sorgten Vorkommnisse in Nordrhein-Westfalen für Aufregung. So wurde an einem Umspannwerk in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf ein verdächtiger Gegenstand entdeckt, laut Polizei möglicherweise eine Abschussvorrichtung. (das/dpa)
