Aus NRW nehmen 13 Sportlerinnen und Sportler an den Winterspielen Milano Cortina teil, sie bekommen eine Antrittsprämie von 5000 Euro.
Wüst und Burmester in MailandLand NRW stockt Olympiaprämien deutlich auf

Ministerpräsident Hendrik Wüst und Kölns OB Torsten Burmester wünschen sich ein klares Votum der Bevölkerung in NRW für die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele.
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NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester sind am Dienstag nicht mit leeren Händen zu einem Besuch bei den aktuell in Mailand und Cortina d'Ampezzo laufenden Olympischen Winterspielen gereist, sondern haben eine gute Nachricht für die Sportlerinnen und Sportler aus NRW im Gepäck: Das Land erhöht die Prämie der Sportstiftung NRW für die Teilnahme an Olympischen und Paralympischen Spielen ab diesem Jahr von 3500 auf 5000 Euro. Das geht aus einer Mitteilung der Düsseldorfer Staatskanzlei hervor.
Auch den Gewinn einer Medaille will das Land NRW künftig zusätzlich finanziell honorieren. Die Deutsche Sporthilfe hatte ihre Prämien vor den Winterspielen erhöht und zahlt erfolgreichen Athleten künftig einmalig 30.000 Euro für Gold (bisher 25.000 Euro), 20.000 Euro für Silber (bisher 15.000 Euro) und 10.000 Euro für Bronze. „Nordrhein-Westfalen wird diese Medaillenprämien ab den Olympischen Winterspielen 2026 verdoppeln, ebenfalls als einmalige Zahlung für den Gewinn einer Gold-, Silber- oder Bronzemedaille“, heißt es in der Mitteilung der Landesregierung.
Die Prämien der Deutschen Sporthilfe sind steuerfrei für die Athletinnen und Athleten
Diese möglichen Einnahmen müssen Sportlerinnen und Sportler seit diesem Jahr nicht mehr versteuern. Der Bundesrat stimmte im vergangenen Jahr dem Steueränderungsgesetz zu, das der Bundestag Anfang Dezember beschlossen hatte. „Leistung muss belohnt werden – insbesondere dann, wenn unsere Spitzensportlerinnen und -sportler Deutschland international vertreten“, sagte damals Franziska van Almsick, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Sporthilfe.
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In Mailand und Cortina sind aktuell nach Angaben des Landes 13 Athletinnen und Athleten aus NRW in den Sportarten Bob, Eishockey, Skeleton und Skilanglauf dabei. Für Köln gehen demnach die beiden Haie-Profis Moritz Müller und Parker Tuomie und der NHL-Star und gebürtige Kölner Leon Draisaitl mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft an den Start. Die gebürtige Kölnerin Svenja Voigt steht in der Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen.

Moritz Müller von den Kölner Haien bei der Einkleidung für die Olympischen Winterspiele Milano Cortina.
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Als große Medaillenhoffnung gelten die Winterbergerinnen Laura Nolte und Deborah Levi im Zweierbob, sie gewannen vor vier Jahren in Peking Gold. Genauso wie die Winterberger Skeleton-Pilotin Hannah Neise, die auch in Milano Cortina am Start ist. Insgesamt waren die deutschen Athletinnen und Athleten mit zwölf Gold-, zehn Silber- und fünf Bronzemedaillen von den Peking-Spielen zurückgekehrt. Für NRW gab es neben den beiden Goldmedaillen noch einmal Silber durch Axel Jungk im Skeleton und einmal Bronze von Matthias Sommer im Zweierbob. Beide Athleten sind in Italien wieder dabei.
Wüst und Burmester rühren zur Zeit in NRW kräftig die Werbetrommel für die Bewerbung von Köln-Rhein-Ruhr für die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele 2036, 2040 oder 2044. Beide wünschen sich eine möglichst breite Zustimmung der Bevölkerung bei den Ratsbürgrentscheiden am 19. April. Ein lediglich knappes „Ja“ der Menschen im Land würde die Chancen reduzieren, dass sich NRW gegen die nationalen Konkurrenten München, Berlin und Hamburg durchsetzt. Mit welcher Stadt oder Region sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) um die Austragung der Spiele bewerben will, wird bei einer Mitgliederversammlung am 26. September in Baden-Baden entschieden.
In Mailand wollten Wüst und Burmester am Dienstag und Mittwoch Termine rund um die Olympischen Winterspiele wahrnehmen und sich mit Athletinnen und Athleten sowie Vertreterinnen und Vertretern des organisierten Wintersports austauschen. „Wir investieren jetzt noch stärker in unseren Spitzensport und zwar ohne Wenn und Aber für Olympia und Paralympics gleichermaßen. Wer für Nordrhein-Westfalen an den Start geht, bekommt volle Wertschätzung, Förderung und Anerkennung“, sagte Wüst. Die Sportler seien „Vorbilder für alle Kinder und Jugendlichen, die von Olympia träumen“, betonte Burmester, der Vorstandschef des DOSB war, bevor er Kölns OB und vehementester Olympia-Befürworter wurde. Sein Wunsch: „Ich hoffe auf viele Medaillen für Team Deutschland.“

