Warnschilder, Gitter, Ampeln, Klingeln, Hupen – es ist nicht so, dass Straßenbahnen in Köln grundsätzlich aus dem Nichts auftauchen. Dennoch geschehen immer wieder schwere, manchmal tödliche Unfälle – laut Polizei und KVB immer dann, wenn Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer einen entscheidenden Fehler machen. Weil sie unaufmerksam sind, sich überschätzen oder falsch abbiegen. Richtig ist: Jeder Einzelne ist gefordert, sich umsichtig zu verhalten. Denn bei einem Unfall leiden häufig nicht nur das unmittelbare Opfer und seine Angehörigen, sondern auch andere Unfallbeteiligte und geschockte Augenzeugen.
Richtig ist aber auch: In einer verkehrsreichen und engen Millionenstadt wie Köln passieren nun mal individuelle Fehler. Täglich. Das ist nicht zu ändern. Deshalb stehen Stadt, Polizei und KVB in der Pflicht, alles Machbare zu tun, um Unfälle zu vermeiden.
Dazu gehört es, sogenannte Trixi-Spiegel gegen Unfälle im toten Winkel aufzustellen, genauso wie Lichtleisten an Bahnübergängen zu installieren. Auch, wenn das Geld kostet. Und auch, wenn die Wirksamkeit in der Fachwelt umstritten ist. Egal. Einen Versuch ist es wert. Denn mit Appellen allein lässt sich Leichtsinn nicht bekämpfen.

