„Die Menschen sind wütend“: SPD-Chefin Bärbel Bas übt Selbstkritik an der Regierung und gesteht eigene Fehler ein.
„Menschen sind wütend“SPD-Chefin Bas räumt Fehler der Regierung in Düsseldorf ein

Statt Dauerstreit mehr Zuversicht - das hat die SPD-Bundesvorsitzende Bärbel Bas sich vorgenommen. (Archivbild)
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SPD-Chefin Bärbel Bas hat eine selbstkritische Einschätzung zur öffentlichen Wahrnehmung der Bundesregierung abgegeben. Sollte bei Wählerinnen und Wählern der Eindruck entstehen, dass die Regierung sich ausschließlich streitet, „dann machen wir was falsch“, konstatierte Bas während des „Ständehaus-Treffs“, einer Veranstaltung der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf.
Diese negative Grundstimmung sei für sie auch in ihrem Wahlkreis in Duisburg klar spürbar. Die dortigen Reaktionen seien unmissverständlich, wie sie berichtete: „Die Menschen sind wütend auf die Regierung und auf meine Partei.“
Eingeständnis eigener Polarisierung
Auf eine entsprechende Frage des RP-Chefredakteurs Moritz Döbler, ob sie persönlich ebenfalls Fehler begehe, gestand die SPD-Politikerin ein: „Auch ich polarisiere“. Sie versprach jedoch eine Kurskorrektur und führte mit Verweis auf ihre Erfahrungen mit Konflikten in Regierungskoalitionen aus: „Ich habe mir fest vorgenommen, nur noch Zuversicht auszustrahlen.“
Besorgnis über niedrige Umfragewerte
Im Hinblick auf die fallenden Umfrageergebnisse für die Sozialdemokraten könne ein Regierungsbündnis nur als Einheit siegen oder untergehen. Bei Zustimmungswerten von rund 12 Prozent verfüge die Partei über wenig Reserven. „Wir haben nicht mehr viel zuzusetzen“, so Bas. Die Anspannung innerhalb ihrer Partei sei aus diesem Grund erheblich. (dpa/red)
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