Donald Trump ist in China eingetroffen, auch Elon Musk ist dabei. Für Aufsehen sorgt aber zunächst einmal der US-Außenminister.
US-Präsident trifft Xi JinpingTrump in China gelandet – aber viral geht ein Foto von Rubio

US-Präsident Donald Trump kommt in der Air Force One auf dem Beijing Capital International Airport an.
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US-Präsident Donald Trump ist am Mittwoch zu einem Besuch in Peking eingetroffen, wo er den chinesischen Präsidenten Xi Jinping treffen wird. Bei dem Gespräch mit Xi am Donnerstag soll es um wichtige globale Themen gehen – vom internationalen Handel über den Iran-Krieg bis zur Taiwan-Frage. Trump sagte vor der Reise, er erwarte „ein langes Gespräch“. China appellierte unterdessen an Pakistan, im Iran-Krieg intensiver zwischen Teheran und Washington zu vermitteln.
Die Präsidentenmaschine Air Force One landete am Mittwoch um 19.50 Uhr (Ortszeit, 13.50 Uhr MESZ) auf dem internationalen Flughafen von Peking. Trump wurde von Chinas Vizepräsident Han Zheng in Empfang genommen und bekam einen Blumenstrauß überreicht. Dann schritt er über einen roten Teppich, während 300 Jugendliche in Uniformen kleine chinesische und US-Flaggen schwenkten.
Trump in China: Erster Besuch seit fast einem Jahrzehnt
Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt – Trump hatte die Volksrepublik schon während seiner ersten Amtszeit im Jahr 2017 besucht.

Donald Trump geht während einer Ankunftszeremonie auf dem Beijing Capital International Airport in Peking.
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Am Donnerstag steht eine Unterredung mit Xi in der Großen Halle des Volkes in Peking auf dem Programm. Für den Abend ist dann ein Staatsbankett geplant. Für Freitag sind ein Nachmittagstee und ein Arbeitsessen vorgesehen, bevor der US-Präsident die Heimreise antritt. Trump will zudem den Himmelstempel besuchen.
Nvidia-Chef und Elon Musk mit an Bord
Begleitet wird Trump von mehr als einem Dutzend Wirtschaftsbossen, darunter Nvidia-Chef Jensen Huang und Tesla-Chef Elon Musk. Trumps Handelsbeauftragter Jamieson Greer kündigte zudem einen gemeinsamen „Handelsrat“ mit China an. Er soll als Plattform für Geschäfte in Bereichen dienen, die als nicht politisch heikel gelten.
Für Aufsehen sorgte am Mittwoch aber zunächst nicht der US-Präsident, sondern ein Foto von US-Außenminister Marco Rubio, der sich zuletzt immer mehr zum heimlichen Star in den sozialen Netzwerken entwickelt.
Trainingsanzug-Foto von Marco Rubio geht viral
Nun ging eine Aufnahme des 54-Jährigen viral, die Rubio in lässiger Pose in einem grauen Trainingsanzug der Marke Nike und farblich abgestimmten Adidas-Turnschuhen zeigt. Die Aufnahme wurde vom Weißen Haus veröffentlicht – und ist an Bord der Air Force One auf dem Weg nach China entstanden.
„Minister Rubio rockt den Nike-Trainingsanzug ‚Venezuela‘ in der Air Force One“, schrieb der Kommunikationschef des Weißen Hauses, Steven Cheung, zu dem Bild. Den gleichen Jogginganzug hatte der frühere venezolanische Präsident Nicolás Maduro getragen, nachdem er im Januar von US-Streitkräften in Caracas verhaftet worden war und in die USA überführt wurde, wo er nun auf seinen Prozess wartet. Rubio verteidigte die Festnahme Maduros als strategisch wichtige Maßnahme.
Weißes Haus schneidet Rubio und Nicolas Maduro zusammen
Damit „schließt sich der Kreis“, kommentierte das Weiße Haus in einem weiteren Post einen Zusammenschnitt der Bilder Rubios und Maduros, der mit Rapmusik unterlegt ist: Während der US-Außenminister seine Hände lässig in die Taschen steckt, trägt Maduro Handschellen und Augenmaske und umklammert eine Wasserflasche. Der Trainingsanzug ist ihm viel zu groß, während er Rubio wie angegossen passt.
Die Demokraten reagierten unterdessen mit Spott auf das Bild des Außenministers im Trainingsanzug. „Hey Sean, wir haben jemanden gefunden, der deine ‚Flieg gut angezogen‘-Regel gebrochen hat“, kommentierte etwa das Presseteam des Gouverneurs von Kalifornien, Gavin Newsom.
Häme von den Demokraten für US-Verkehrsminister
Der Demokrat liefert sich immer wieder verbale Scharmützel mit Mitgliedern der Trump-Regierung. Newsom gilt als aussichtsreicher Kandidat für eine Präsidentschaftskandidatur bei den nächsten US‑Wahlen.
Nun verspottete Newsoms Presseteam US-Verkehrsminister Sean Duffy, der sich zuvor öffentlich dafür ausgesprochen hatte, dass Passagiere beim Fliegen „anständig gekleidet“ sein sollten, und zudem den Trend zu legerer Kleidung in Flugzeugkabinen kritisiert hatte.
Duffy monierte zudem einen allgemeinen Sittenverfall bei Flugreisen – etwa den Anstieg von Streitereien an Flughäfen oder an Bord. „Zieht euch schick an, wenn ihr zum Flughafen geht, helft einem Fremden und seid gut gelaunt“, hieß es vom US-Verkehrsminister in einem Social-Media-Beitrag im vergangenen November. (mit afp)
