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Beiträge in sozialen NetzwerkenTrump und Musk legen in Sachen AfD nach – Moskau flirtet mit Weidel

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US-Präsident Donald Trump gratuliert der AfD zu ihrem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt. (Archivfoto)

US-Präsident Donald Trump gratuliert der AfD zu ihrem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt. (Archivfoto)

Trump äußert sich zum Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt. Alice Weidel lobt den US-Präsidenten und Putin – und erntet Liebesgrüße aus Moskau.

US-Präsident Donald Trump hat der AfD nach ihrem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt gratuliert und von einer Bewegung „im Aufwind“ gesprochen. „Wow, die populistische Partei in Deutschland hatte eine wirklich große Nacht“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social mit Blick auf die Wahl am Sonntag.

Der Republikaner nannte die AfD zwar nicht namentlich, der Bezug seiner Nachricht wurde aber auch so klar. Die AfD und ihre Anhänger hätten die „absolut schrecklichen Einwanderungsregeln“ satt, meinte Trump. „SIE BEFINDEN SICH IM AUFWIND, und werden es nicht mehr hinnehmen“, schrieb er weiter.

Donald Trump feiert AfD-Erfolg

Trump schloss seinen Beitrag mit „MGGA!!!“, was wohl als Kürzel für „Make Germany Great Again“ (etwa: „Macht Deutschland wieder großartig“) zu verstehen ist – in Anlehnung an seinen Slogan „Make America Great Again“ („MAGA“).

In der Wahlnacht hatte Trump auf Truth Social schon die Abbildung einer Hochrechnung zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verbreitet. Er ließ die Balken-Grafik, die den Sieg der AfD zeigte, allerdings unkommentiert. Glückwünsche für die AfD kamen unterdessen auch von weiteren republikanischen US-Politikern aus dem „MAGA“-Lager.

Elon Musk behauptet, die AfD sei nicht rechtsextrem

Auch Tech-Milliardär Elon Musk, zwischenzeitlich Mitarbeiter der Trump-Regierung, feiert den Wahlsieg der in Teilen rechtsextremen Partei in Deutschland. „Gut gemacht“, hieß es von Musk zunächst am Wahlsonntag, der sich am Dienstag ebenfalls erneut zu der deutschen Partei äußerte.

Auf seiner Plattform X bestritt Musk nun, dass die AfD eine rechtsextreme Partei sei. „Ihr lügt, wenn ihr die AfD als ‚rechtsextrem‘ bezeichnet“, schrieb Musk unter einem Beitrag des Senders CBS News, in dem von einem „überwältigenden Wahlsieg der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland“ die Rede war.  

Guter Draht der AfD nach Washington

Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 wird der AfD ein besserer Draht als je zuvor in die US-Hauptstadt Washington nachgesagt. Co-Parteichefin Alice Weidel nannte Trump angesichts seines Wiedereinzuges ins Weiße Haus ein Vorbild, AfD-Vertreter reisten zu seiner Amtseinführung nach Washington.

US-Vizepräsident JD Vance traf sich schon im Februar 2025 am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz mit Weidel und warnte auf der Konferenz davor, mit einer Ausgrenzung populistischer Parteien und politischen „Brandmauern“ den Willen von Millionen Wählern zu übergehen. Seine Äußerungen schlugen damals hohe Wellen und wurden von zahlreichen deutschen Politikern kritisiert.

AfD-Chefin Alice Weidel: Lob für Trump und Putin

AfD-Chefin Alice Weidel fand unterdessen ebenfalls lobende Worte für den US‑Präsidenten – und unterstrich dabei den von Kritikern stets attestierten freundlichen Kurs ihrer Partei auch gegenüber Russland. Überschwänglich lobte die Parteichefin auf der Plattform X am Dienstagabend einen Beitrag des russischen Sondergesandten Kirill Dmitrijew, der über ein Telefonat zwischen Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Trump berichtet hatte – zur Freude Weidels.

„Sehr gut! So geht Diplomatie“, schrieb die AfD-Politikerin bei X zu Dmitrijews Beitrag. „Mögen sie das schreckliche Sterben schnell beenden.“ Die deutsche Bundesregierung mache „mit ihrer Volleskalation leider genau das Gegenteil, anstatt auf Friedensverhandlungen hinzuwirken“, behauptete Weidel außerdem und kündigte an: „Mit uns wird sich das ändern.“

Moskau feiert AfD: „Stimme der Vernunft in Deutschland“

Dem Putin-Gesandten Dmitrijew blieb das nicht verborgen. „Der russisch-deutsche Dialog und die Partnerschaft sind ein Gewinn-Gewinn und lebenswichtig für unsere Länder, Europa und die Welt“, schrieb Dmitrijew an Weidel gerichtet. „Sie und die AfD sind die Stimme der Vernunft in Deutschland und Europa, und alle konstruktiven Menschen gratulieren Ihnen zu Ihrem großartigen Kampf, um die deutsche Lebensweise zu verteidigen.“

Zudem veröffentlichte Dmitrijew drei weitere Beiträge auf seinem X-Profil mit lobenden Worten für die deutsche Partei – und Attacken auf Bundeskanzler Friedrich Merz, dem der russische Sondergesandte „Kriegshetze“ unterstellte. Die AfD hingegen sei „Deutschlands Vernunftpartei“, erklärte Dmitrijew. Sie könne „dem Land helfen, gerettet zu werden“, hieß es weiter.

Russland setzt Angriffe nach Besuch von US-Delegation fort

Nicht zur Sprache kamen bei Weidel oder Dmitrijew die jüngsten massiven Angriffe, die Russland auf den ersten Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw am vergangenen Wochenende folgen ließ.

Kurz nach der Abreise der amerikanischen Vermittler, die zuvor auch nach Moskau gereist waren, überzog die russische Armee Kyjiw mit massiven Drohnen- und Raketenangriffen. Von vielen westlichen Experten wird dieses Vorgehen als Absage an eine schnelle Friedenslösung bewertet. (mit dpa)