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Elvis, EiffelturmTrumps Größenwahn und bizarre Vergleiche verstören die USA

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ARCHIV - 27.05.2026, USA, Washington: Donald Trump, Präsident der USA, spricht während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. (zu dpa: «Trump: Gespräche mit Iran gehen weiter») Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Donald Trump hält sich für berühmter als Elvis und seine Bauwerke für so bedeutend wie den Eiffelturm.

Die Feierlichkeiten in Washington machen deutlich: Trump hält sich für berühmter als Elvis und seine Bauwerke für so bedeutend wie den Eiffelturm.

Am 14. Juni findet in Washington eine riesige Party statt: US-Präsident Donald Trump feiert seinen 80. Geburtstag und den „Flag Day“ mit einer Veranstaltung, die ganz nach seinem Geschmack ist. Ein UFC-Käfigkampf (Ultimate Fighting Championship) findet direkt am Weißen Haus statt. Trump, der ein großer Fan des Kampfsports MMA (Mixed Martial Arts) ist, hatte die Idee vor einem Jahr präsentiert, und damals hielten die meisten sie wohl für einen Scherz. Neben seinem Geburtstag soll auch der 250. Jahrestag der Unabhängigkeit Amerikas begangen werden, so Trump. Das eigentliche Datum ist am 4. Juli.

Anfang Juni ist nun allerdings auch dem Letzten klar geworden, was für ein gigantisches Event in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schaltzentrale der Macht in Washington entsteht. Eine riesige Konstruktion für den Käfigkampf entsteht auf dem Südrasen, von vielen nur „The Claw“ („Die Kralle“) genannt. Das Weiße Haus selbst wirke nahezu „verzwergt“ neben dem Gerüst, schreibt CNN. UFC-Chef Dana White erklärte, es handele sich um ein Beleuchtungsgerüst, das „fast wie ein Raumschiff“ aussehe und in ein Oktogon übergehe. Es sei in Belgien konstruiert und dann per Schiff in die USA transportiert worden.

„The Claw“ für MMA-Kampf ist gigantische Konstruktion

Rund 90.000 Menschen werden auf das Gelände des Weißen Hauses strömen, um den Kampf zu sehen. Die meisten von ihnen beim „UFC Freedom 250 Fan Fest“ im Ellipse-Park, wo sie das Event auf Großbildleinwänden verfolgen. Etwa 4.300 Personen werden direkt auf den Südrasen kommen, bei dem überwiegenden Teil soll es sich um Militärangehörige handeln. Die UFC wird voraussichtlich rund 60 Millionen Dollar für das Projekt ausgeben.

Die Kritik an der Veranstaltung ist groß, zuletzt wurde die Monstrosität von „The Claw“ bemängelt. In den sozialen Medien wurde geschrieben, zusammen mit der Baustelle für den Ballsaal, der anstelle des Ostflügels des Weißen Hauses entstehen soll, sehe das Ganze inzwischen wie ein „Meth-Labor“ aus, so ein Kommentar bei X. Auch Bildvergleiche zum nahezu idyllischen Originalzustand des Weißen Hauses vor Trumps „Umgestaltungen“ machen die Runde.

Trump: MMA-Konstruktion ist wie der Eiffelturm

Trump reagierte auf die ihm ganz eigene Weise auf diese Stimmen und erklärte auf seinem TikTok-Account, „The Claw“ könnte nach den aktuellen Kämpfen vielleicht dort stehen bleiben, denn es sei „sehr attraktiv“ für viele Menschen.

Dann verstieg sich der US-Präsident zu einem Vergleich der Konstruktion mit einem der berühmtesten Bauwerke der Welt: „Viele wissen nicht, dass der Eiffelturm in Paris, Frankreich, 1889 erbaut wurde und eigentlich direkt nach der Weltausstellung wieder abgebaut werden sollte“, sagte Trump auf seinem offiziellen TikTok-Account.

„Und dann sagten sie: ‚Weißt du, er gefällt uns irgendwie. Lass ihn doch noch ein bisschen länger stehen!‘ Und dann sagten sie: ‚Lass ihn immer länger und länger stehen.‘ Nun, sie haben ihn nie abgebaut“, so Trump. Das wäre durchaus auch in diesem Fall möglich. Ob der US-Präsident scherzte, ist unklar.

Trump schockiert mit Elvis-Vergleich

Bereits einige Tage zuvor hatte Trump einen Vergleich gezogen, den Beobachter nur als weiteres Zeichen seines Größenwahns deuten konnten. Aus Anlass des 250. Jahrestages der Unabhängigkeit sollen vom 25. Juni bis zum 10. Juli Konzerte auf der National Mall zwischen Kapitol und Washington-Denkmal stattfinden. Allerdings hagelte es zuletzt Absagen von Künstlern.

So zogen auch Country-Sängerin Martina McBride und der Sänger der in den 1980ern erfolgreichen Band Poison, Bret Michaels, ihre Teilnahme in den vergangenen Tagen zurück. Sie erklärten, nicht über den wahren Charakter der Veranstaltung informiert worden zu sein, und beklagten die Vereinnahmung durch die Politik.

Trump reagierte beleidigt: Anstelle dieser Konzerte könne er sich auch eine Kundgebung mit sich selbst als Hauptredner vorstellen, teilte er in seinem Onlinedienst Truth Social mit. Er sei schließlich „die größte Attraktion der Welt, derjenige, der weitaus größere Menschenmengen anzieht als Elvis in seiner Blütezeit, und das ohne Gitarre“. Er könne den Platz „dieser drittklassigen Künstler“ auf der Bühne einnehmen, schrieb Trump. Er lasse daher prüfen, ob eine Kundgebung mit dem Titel „Amerika ist zurück“ organisiert werden könne.