Die Juristin Cornelia Taylor wird ab Juli die EU-Mission in der Ukraine leiten und bei der Aufklärung von Kriegsverbrechen helfen.
Deutsche übernimmt EU-MissionJuristin Cornelia Taylor wird neue Chefin in der Ukraine

Die EU-Mission in der Ukraine bekommt zum 1. Juli eine deutsche Chefin. (Archivbild)
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Eine deutsche Staatsangehörige wird die neue Leiterin der EU-Mission zur Förderung ziviler Sicherheitsstrukturen in der Ukraine. Wie die Vertretung der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel bekannt gab, tritt die Juristin Cornelia Taylor ihr Amt zum 1. Juli an.
Ihre Ernennung verdankt sie unter anderem ihrer über zwei Jahrzehnte langen Erfahrung in der Führung von komplexen Kriseneinsätzen.
Erfahrung in internationalen Missionen
Taylor war zuvor bereits in leitenden Funktionen bei Missionen der Vereinten Nationen (UN) und der EU im Kosovo, der Demokratischen Republik Kongo sowie in Afghanistan tätig. Ihre letzte Position war die als Vize-Chefin der OSZE-Mission im Kosovo.
Unterstützung bei Kriegsverbrechen und Reformen
Die Mission EUAM Ukraine existiert seit 2014, um das Land bei Reformprozessen zu unterstützen. Sie beschäftigt mittlerweile mehr als 400 internationale sowie einheimische Mitarbeiter.
Aktuell hilft die Mission den ukrainischen Behörden bei der strafrechtlichen Verfolgung von Verbrechen, welche mit dem russischen Angriffskrieg in Verbindung stehen. Das Grenzmanagement, die Abwehr hybrider Gefahren und die Wiedereingliederung von Kriegsveteranen gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. (dpa/red)
Die EUAM Ukraine unterhält Niederlassungen in Kiew, Lwiw und Odessa und verfügt über eine bewegliche Einheit. Die Standorte in den Städten Charkiw und Mariupol sind wegen der Sicherheitslage beziehungsweise der russischen Besatzung zurzeit nicht betriebsbereit.
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