Russland hat erneut ukrainische Städte wie Kiew massiv aus der Luft angegriffen. Die Flugabwehr war im Einsatz.
Heftige Explosionen in KiewRussland greift die Ukraine erneut mit Raketen und Drohnen an

Schon vor knapp zehn Tagen griff Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew massiv an. (Archivbild)
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Die ukrainische Metropole Kiew wurde von Russland abermals mit Flugkörpern und unbemannten Fluggeräten attackiert. Im Stadtkern der Metropole mit drei Millionen Einwohnern wurden in der Nacht starke Detonationen wahrgenommen, woraufhin zahlreiche Bürger Schutz in unterirdischen Bahnhöfen sowie in Bunkern suchten. Die Energieversorgung war zudem zeitweise unterbrochen.
Über den Dienst Telegram teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit, dass die Flugabwehr aktiv sei. Er meldete diverse Feuer, die teilweise durch abstürzende Wrackteile von abgefangenen Flugkörpern ausgelöst wurden. Berichte über Attacken mit Drohnen und Raketen gab es auch aus den Metropolen Charkiw, Dnipro und Saporischschja. Laut Angaben des ukrainischen Militärs verwendete Russland bei diesen Angriffen ebenso ballistische Flugkörper.
Polen versetzt Luftabwehr in Alarmbereitschaft
In Polen, dem westlichen Nachbarstaat, versetzte die Armee die Luftverteidigung in erhöhte Bereitschaft. Via der Plattform X wurde kommuniziert, dass als Reaktion auf die russischen Attacken in der Ukraine Militärflugzeuge gestartet seien. Bei umfangreicheren Angriffswellen in der Ukraine wird in Polen regelmäßig die Luftverteidigung alarmiert, was gelegentlich auch den Aufstieg von Jets der NATO-Bündnispartner zur Folge hat.
Selenskyj warnte vor massivem Luftangriff
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits seit dem Ende der Vorwoche vor einer weiteren großangelegten russischen Luftattacke gewarnt. „Die Information des Geheimdienstes über einen möglichen massiven Angriff bleibt aktuell“, äußerte das Staatsoberhaupt am Samstag in einer Videobotschaft und appellierte an die Bevölkerung, den Fliegeralarm ernst zu nehmen. Kiew war erst vor rund zehn Tagen Ziel eines massiven Angriffs mit ballistischen Flugkörpern und Drohnen gewesen.
Selenskyj führte weiter aus, dass die ukrainische Luftverteidigung zwar einsatzbereit sei. Er gestand jedoch ein, dass mangelnde Lieferungen von westlichen Partnern Schwierigkeiten bei der Verteidigung gegen ballistische Raketen sowie Marschflugkörper verursachen.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mithilfe westlicher Unterstützung gegen die russische Invasion. Beide Konfliktparteien nutzen in großem Umfang Drohnen und Flugkörper für Angriffe auf Ziele, die sich im rückwärtigen Gebiet des Feindes befinden. (dpa/red)
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