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„Süßes oder Saures“Ukraine nimmt Raffinerie ins Visier – Spritknappheit in Russland

Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Angriffe auf Ziele in Russland fort. Ein Rüstungshersteller verhöhnt Moskau.

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Eine vom ukrainischen Rüstungsunternehmen Fire Point veröffentlichte Aufnahme soll Rauch über einer russischen Raffinerie zeigen.

Eine vom ukrainischen Rüstungsunternehmen Fire Point veröffentlichte Aufnahme soll Rauch über einer russischen Raffinerie zeigen.

Bei einem Drohnenangriff östlich der russischen Hauptstadt Moskau ist nach russischen Angaben ein Industrieunternehmen getroffen worden. Bei dem „massiven Drohnenangriff“ in der Nacht zum Sonntag habe ein „Industrieunternehmen im Bezirk Kstowo erheblichen Schaden erlitten“, teilte der Gouverneur der russischen Region Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, mit. Insgesamt seien „mehr als 100 Drohnen zerstört“ worden, Opfer habe es keine gegeben, fügte er hinzu.

Später teilten die russischen Behörden in der Region dann mit, dass eine Obergrenze für den Benzinverkauf in der Region eingeführt worden sei. Es könnten derzeit nur noch maximal 40 Liter pro Fahrzeug abgegeben werden.

Ukraine meldet Angriff: „Eine der größten Ölraffinerien Russlands“

Nach Angaben russischer Medien wurde der Verkauf auch für Fahrzeuge mit Kennzeichen aus anderen Regionen eingeschränkt. Auch der Weiterverkauf von Benzin in Kanistern sei untersagt worden, berichtete das Exilmedium „Meduza“. Diesel werde weiterhin regulär angeboten, hieß es weiter.

Ukrainische Medien berichteten derweil von einem Angriff auf die Ölraffinerie Kstowo. Diese sei „eine der größten Ölraffinerien Russlands, die Kraftstoffe und Schmierstoffe produziert“, hieß es dort. Auch das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point, das Langstreckendrohnen herstellt, berichtete von einem Angriff auf die Raffinerie in Moskau – und spielte dabei auf den Zeitpunkt in der Halloween-Nacht an.

„Kstowo-Raffinerie, Süßes oder Saures!“

„Kstowo-Raffinerie, Süßes oder Saures!“, schrieb das Unternehmen in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken und veröffentlichte dazu eine Aufnahme, die aus Kstowo stammen und Brände und Rauch auf dem Gelände der Raffinerie zeigen soll. Unabhängig überprüfen lässt sich das Bild, wie andere in den sozialen Netzwerken kursierende Aufnahmen, nicht.

Am Freitag hatte Moskau erklärt, die Ukraine habe ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien nach einer mehrtägigen „Pause“ wieder aufgenommen. Als Reaktion auf die russischen Angriffe hat die ukrainische Armee immer wieder Attacken auf die russische Energieinfrastruktur ausgeführt, um die Öl- und Gas-Einnahmen des Kremls zu schmälern.

Ukraine nimmt wieder russische Ölindustrie ins Visier

Bis zuletzt hatten die ukrainischen Truppen diese nun wieder aufgenommenen Angriffe aber ausgesetzt. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Kyjiw scharf für die Angriffe kritisiert, weil er die Attacken für die steigenden Energiepreise verantwortlich machte.

Die Ukraine meldete zudem einen erfolgreichen Angriff auf eine Raketenfabrik in der russischen Region Rostow. „Das Kamensky-Werk – ein russischer Rüstungsbetrieb, der an der Raketenproduktion beteiligt ist – wurde getroffen“, schrieb Staatschef Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Medien.

Angriff auch auf Rüstungsbetrieb und Flugabwehrsysteme

„Ein Pantsir-S2-System und ein Führungs- und Kontrollfahrzeug des S‑400-Triumph-Systems wurden ebenfalls getroffen“, hieß es weiter von Selenskyj. Beides sind russische Flugabwehrsysteme. Laut ukrainischen Medien soll sich der entstandene Schaden auf etwa 70 Millionen US-Dollar belaufen.

Zuvor hatte der ukrainische Staatschef von weiteren russischen Angriffen auf den Energiesektor in der Ukraine berichtet. „Leider gibt es jeden Tag Treffer in der Energieinfrastruktur, sehr viele Schäden; die russische Operation gegen unsere Stromerzeugung, gegen unsere Netze und gegen die Stromverbindungen dauert an“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Vielerorts seien die Notdienste im Einsatz, um die Versorgung wiederherzustellen.