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Ukraine greift wieder anRussische Raffinerie in Flammen – Entsetzen nach Angriff auf Kölner Partnerstadt

Die Ukraine greift wieder Putins Ölindustrie an. Von einem Rüstungshersteller kommt Häme. Die UN verurteilen indes einen russischen Angriff.

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Ein Screenshot aus einem in den sozialen Netzwerken kursierenden Video soll Rauchsäulen über eine Raffinerie in der russischen Region Samara zeigen.

Ein Screenshot aus einem in den sozialen Netzwerken kursierenden Video soll Rauchsäulen über eine Raffinerie in der russischen Region Samara zeigen.

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien wiederaufgenommen, das melden sowohl ukrainische als auch russische Medien übereinstimmend. Zuvor hatte Kyjiw seine bereits seit Monaten andauernden Angriffe auf die russische Ölindustrie nach Druck von US-Präsident Donald Trump unterbrochen. Nun griffen Drohnen offenbar eine Raffinerie in der Region Samara an.

„Im Zuge der Terroranschläge auf die zivile Infrastruktur unserer Region und unseres Landes hat der niederträchtige Feind aus Kyjiw eine Rekordzahl von Drohnen eingesetzt. Es gab keine Opfer, was das Wichtigste ist“, erklärte der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Fjodorischschew, in einer Erklärung in den sozialen Netzwerken. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete eine Zahl von 1043 ukrainischen Drohnen, die alleine über der Region Samara abgeschossen worden seien.

„Kleine Drohne, wie bist du denn da hingekommen?

Gleichzeitig kursieren Aufnahmen, die mehrere Rauchsäulen über einer Raffinerie in der Stadt Nowokuibyschewsk zeigen sollen. Von mindestens sechs Brandherden ist zudem die Rede. Unabhängig überprüfen lassen sich die Aufnahmen derzeit jedoch nicht. Auch der unabhängige russische Nachrichtenkanal Astra berichtete jedoch von einem Brand in der örtlichen Raffinerie, die den Angaben zufolge Kerosin für die russische Armee produziert und jährlich rund 8,8 Millionen Tonnen Rohöl für den russischen Konzern Rosneft verarbeitet.

Der ukrainische Generalstab bestätigte den ersten Angriff auf eine russische Raffinerie nach längerer Pause zunächst nicht. Anders sah es jedoch beim ukrainischen Rüstungsunternehmen Fire Point aus, das Langstreckendrohnen herstellt, die regelmäßig bei Angriffen auf Ziele in Russland zum Einsatz kommen. „Kleine Drohne, wie bist du denn da hingekommen? Die Ölraffinerie Nowokuibyschewsk heißt Gäste aus der Ukraine willkommen“, kommentierte Fire Point am Freitag die Bilder von Rauchsäulen über der Raffinerie in Samara.

UN verurteilen Angriff in Kölner Partnerstadt

Russland setzt unterdessen seine Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine fort. Die Vereinten Nationen verurteilten etwa einen Angriff auf den Bahnhof der ukrainischen Stadt Dnipro, bei dem am Donnerstag mindestens 14 Menschen getötet wurden.

Auf diesem vom ukrainischen Rettungsdienst via AP zur Verfügung gestellten Foto evakuieren Rettungskräfte einen verletzten Zivilisten nach einem russischen Drohnenangriff auf einem Bahnsteig in Dnipro.

Auf diesem vom ukrainischen Rettungsdienst via AP zur Verfügung gestellten Foto evakuieren Rettungskräfte einen verletzten Zivilisten nach einem russischen Drohnenangriff auf einem Bahnsteig in Dnipro.

„Zivilisten, die sich auf eine Reise vorbereiteten oder Angehörige begrüßten oder von ihnen Abschied nahmen, sahen sich mit Tod und Zerstörung konfrontiert. Vertriebene und humanitäre Helfer in einem Transitzentrum am Bahnhof standen nach den Explosionen in der Nähe unter Schock“, erklärte Matthias Schmale, Vertreter für die Ukraine des Koordinierungsbüros für humanitäre Hilfe (OCHA) in New York.

Dnipro: Viele Tote nach „schrecklichem Angriff“

Zivilisten und zivile Infrastruktur seien durch das humanitäre Völkerrecht geschützt, betonten die Vereinten Nationen zudem. Die vergangenen Monate seien geprägt gewesen von wiederholten Angriffen auf zivile Infrastruktur, führte Schmale aus, darunter Brücken, Krankenhäuser, Schulen, Einkaufszentren und Bahnhöfe.

Wie die regionale Militärverwaltung laut Medienberichten mitteilte, war zuvor eine Drohne am Bahnhof der Kölner Partnerstadt eingeschlagen, während dort eine S-Bahn und ein Personenzug standen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „schrecklichen Angriff“ und verlangte härtere Sanktionen der EU, der USA und der G7 gegen Russland.