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„Heilige Scheiße, ein heftiger Treffer“Ukraine greift Raffinerie und Tu-95-Bomber an – Wut in Russland

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Ein Screenshot zeigt Rauch über der Raffinerie in Jaroslawl. (Archivbild)

Ein Screenshot zeigt Rauch über der Raffinerie in Jaroslawl. (Archivbild)

Die Ukraine setzt ihre Angriffe fort. Erneut geht eine russische Raffinerie in Flammen auf – und der Frust der Russen wird erneut sichtbar. 

Die ukrainischen Streitkräfte haben erneut die russische Ölindustrie ins Visier genommen. Der ukrainische Generalstab bestätigte am Freitag (28. August) neue Drohnenangriffe in einer auf sozialen Netzwerken veröffentlichten Mitteilung. Ziel war demnach eine Ölraffinerie des Unternehmens „Slavneft“, auf deren Betriebsgelände ein Brand ausbrach.

In den sozialen Netzwerken und im Messengerdienst Telegram kursierten am Freitag entsprechende Aufnahmen – dort sind enorme Rauchsäulen zu sehen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Fotos und Videos derzeit nicht. Jaroslawl liegt nordöstlich der russischen Hauptstadt Moskau und ist etwa 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Ukraine nimmt russische Ölindustrie ins Visier

Bei den Drohnenangriffen ist nach russischen Angaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Weitere 27 seien unter anderem durch herabstürzende Drohnentrümmer verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Michail Jewrajew, bei Telegram mit. Die Einsatzkräfte hätten mehrere Brände unverzüglich gelöscht. Insgesamt wurden demnach 67 ukrainische Drohnen abgeschossen. 

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten immer wieder die russische Ölindustrie angegriffen – zahlreiche Raffinerien in Russland gingen in Flammen auf. Die Konsequenzen der Angriffe sind für Russinnen und Russen mittlerweile deutlich spürbar. In vielen Regionen des Landes herrscht Treibstoffknappheit. Immer wieder kursieren Aufnahmen von langen Schlangen vor russischen Tankstellen.

Frust in Russland: „Heilige Scheiße, das war ein heftiger Treffer“

Auch der jüngste Angriff auf die Raffinerie in Jaroslawl scheint prompt seine Wirkung entfaltet zu haben. Am Freitag kursierten Videos mit wütenden Kommentaren, die aus Jaroslawl stammen sollen.

„Das ist der totale Wahnsinn“, hört man dort einen Mann sagen, während im Hintergrund dichte Rauchsäulen aufsteigen. „Heilige Scheiße, das war ein heftiger Treffer“, heißt es weiter. „Das ist beschissen – wir werden wieder ohne Benzin dastehen.“ Unabhängig überprüfen lässt sich auch diese Aufnahme derzeit jedoch nicht. 

Selenskyj: Ukraine zerstört russischen Tu-95-Bomber

Ein weiterer ukrainischer Angriff galt unterdessen einem Tu-95MS-Bomber der russischen Luftwaffe. „In Russlands Engels haben Krieger der Einheit Alpha des Sicherheitsdienstes der Ukraine ein raketentragendes Flugzeug der Tu-95MS angegriffen“, teilte der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. „Das sind die Flugzeuge, die Angriffe gegen die Ukraine durchführen“, fügte er hinzu. 

Ein russischer Tu‑95MS‑Bomber auf einer Archivaufnahme.

Ein russischer Tu‑95MS‑Bomber auf einer Archivaufnahme.

Die Tu-95 ist ein sowjetischer strategischer Raketenbomber, der in den 1950er Jahren von der UdSSR entwickelt und eingeführt wurde. Seit Beginn von Russlands Krieg gegen die Ukraine werden von diesen Flugzeugen regelmäßig Marschflugkörper auf die Ukraine abgefeuert. Der modernisierte Raketenträger Tu-95MSM kann insgesamt 18 Raketen tragen, berichtete die ukrainische Zeitung „NV“. 

Russland setzte seine Attacken auf die Ukraine derweil ebenfalls fort. Bei russischen Drohnenangriffen starb nach Behördenangaben im Landkreis Butscha mindestens ein Mensch. Im Kyjiwer Umland seien zudem zwei weitere Zivilisten verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. Ziel russischer Angriffe waren demnach Lagerhallen. Beschädigt worden seien auch mehr als ein Dutzend Wohnhäuser. (mit dpa)