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„Unmenschlicher“ Umgang mit BasUnionspolitiker verlangen Entschuldigung von Schwesig

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Bärbel Bas (l.) und Manuela Schwesig am 21. September 2026

Bärbel Bas (l.) und Manuela Schwesig am 21. September 2026

Manuela Schwesig hatte nach dem Rücktritt von Bärbel Bas gesagt, es habe „unmenschliche und rücksichtslose“ Attacken auf die Genossin gegeben.

Nach dem Vorwurf von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zu „unmenschlichen“ Attacken aus der Union auf die zurückgetretene Arbeitsministerin Bärbel Bas (beide SPD) werden aus der Union Forderungen nach einer Entschuldigung Schwesigs laut. „Frau Schwesig sollte erkennen, dass sie sich völlig verrannt hat und um Entschuldigung bitten“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß der „Rheinischen Post“ nach Angaben vom Dienstag. Der Vorwurf sei „ein übles Foul“ von Schwesig“.

Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) sagte der Zeitung, er sei nicht der Einzige, der über die Vorwürfe Schwesigs „hochgradig verwundert“ sei. Die Ministerpräsidentin habe für die angeblichen persönlichen Angriffe auf Bas aus den vergangenen Wochen keinerlei Beispiele nennen können, „weil es nämlich auch keine gab“.

Anstatt durch solche Behauptungen von innerparteilichen Personaldebatten abzulenken, „sollten wir in der Koalition jetzt einfach unsere vielfältigen Sachaufgaben abarbeiten“, forderte Krings.

Union: keine persönlichen Angriffe auf Bas

Die Parlamentsgeschäftsführerin der Union im Bundestag, Catarina dos Santos-Wintz (CDU), wies die Vorwürfe Schwesigs ebenfalls zurück. Ihr sei kein führender Vertreter ihrer Fraktion bekannt, der Bas persönlich angegriffen habe, sagte dos Santos-Wintz in Berlin.

Es habe Forderungen gegeben, dass Bas' Ministerium Gesetzesentwürfe vorlegen solle. Dabei sei es aber in keinem Fall um persönliche Angriffe auf Bas gegangen, betonte die CDU-Politikerin.

Die bisherige Bundesarbeitsministerin und SPD-Ko-Chefin Bas hatte am Montag ihren Rücktritt erklärt. Sie begründete den Schritt mit der Trauer nach dem Tod ihrer Stieftochter, aber auch mit „öffentlichen Angriffen“ von Seiten des Koalitionspartners Union. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig sprach anschließend von „unmenschlichen und rücksichtslosen“ Attacken auf ihre Parteifreundin. (afp)