Abo

Arizona, GeorgiaDas fehlt Joe Biden jetzt noch zum Wahlgewinn

2 min
Biden 051120

Joe Biden

Köln – Der von vielen erhoffte Erdrutschsieg der Demokraten ist in den USA ausgeblieben: Das Rennen um die US-Präsidentschaft gestaltet sich enger, als viele gedacht hatten. Nachdem am Mittwoch Schlüsselstaaten wie Florida mit seinen 29 Wahlleuten – traditionell ein „Swing State“, in dem Biden hoffte punkten zu können – an Donald Trump gingen, sah es zunächst düster für die Demokraten aus. Im Verlauf des Mittwochs wendete sich jedoch das Blatt, und Biden konnte in mehreren Staaten aufholen.

Das liegt vor allem daran, dass das Auszählen der Stimmen in den USA sehr lange dauert, da eine Rekordanzahl der Stimmberechtigten in diesem Jahr ihr Votum per Briefwahl abgegeben hat. Aus Erfahrung wusste man bereits, dass in der Regel mehr Anhänger der Demokraten diese Form der Wahl bevorzugen. Dies führt dazu, dass in Staaten wie in Georgia oder Pennsylvania der Vorsprung von Amtsinhaber Donald Trump schrumpft. Die Republikaner wollen die Auszählung in diesen Staaten laut Medienberichten stoppen lassen und begründen dies mit „mangelnder Transparenz“.

Das könnte Sie auch interessieren:

Nach aktuellem Stand (5 Uhr MEZ) liegt Joe Biden relativ deutlich in Führung. Mit Siegen in den Schlüsselstaaten Michigan und Wisconsin konnte er seine Ausgangsposition verbessern. Dennoch fehlen ihm noch entscheidende Stimmen, um die erforderliche Anzahl von 270 Wahlleuten zu erreichen. Laut Quellen wie Fox News und AP kommt der Demokrat auf 264 Wahlleute, CNN (hierauf beruft sich auch die Grafik des „Kölner Stadt-Anzeiger“) schlägt ihm 253 Wahlleute zu. Das hängt davon an, ob Arizona mit seinen 11 Stimmen bereits als „ausgerufen“ gilt oder nicht. Nach Auszählung von rund 86 Prozent der Stimmen dort liegt Biden mit 50,7 Prozent deutlich vor Trump mit 47,9 Prozent. Zählt man Arizona mit, benötigt Biden also nur noch einen weiteren Bundesstaat für den Sieg. Dies müsste nicht notwendigerweise Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten sein. Auch ein Sieg etwa in Nevada (sechs Wahlleute) oder in Georgia (16 Wahlleute) würde reichen.

In Nevada liegt Biden laut CNN mit 49,3 Prozent vor Trump mit 48,7 Prozent in Führung. In Georgia läuft derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem Trump mit 49,7 vor Biden mit 49,1 Prozent liegt. Hier schrumpft der Vorsprung Trumps jedoch seit mehreren Stunden.