Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers hat das US-Militär auf Befehl von Präsident Trump Ziele im Iran attackiert.
USA greifen Ziele im Iran anTrump ordnet Vergeltung für abgeschossenen US-Helikopter an

USA kündigen Schläge gegen den Iran an. (Archivbild)
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Auf Befehl von Präsident Trump hat das US-Militär Ziele im Iran attackiert. Die Spannungen in der Region nehmen nach dem Abschuss eines US-Helikopters weiter zu.
Die Vereinigten Staaten haben laut eigenen Informationen Vergeltungsmaßnahmen gegen iranische Ziele durchgeführt, nachdem ein amerikanischer Militärhelikopter abgeschossen wurde. Das für den Nahen Osten verantwortliche Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) gab über die Plattform X bekannt, dass die Operationen auf einen Befehl von Präsident Donald Trump zurückgingen.
Das amerikanische Militär rechtfertigte sein Handeln als „verhältnismäßige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression“ und bezog sich dabei auf die Zerstörung des Helikopters nahe der Küste Omans. Die Operationen, vom Militär als Akt der „Selbstverteidigung“ eingestuft, starteten um 23.00 Uhr deutscher Zeit.
Trump spricht von sehr kraftvollem Vergeltungsschlag
Centcom veröffentlichte vorerst keine detaillierten Informationen über das Ausmaß oder die spezifischen Ziele. Im Gegensatz dazu meldeten iranische Medien Explosionen, beispielsweise in der Ortschaft Sirik bei der Straße von Hormus und auf der Insel Qeschm. Berichte über Einschläge kamen ebenfalls aus der Umgebung der Metropole Bandar Abbas.
In einem telefonischen Gespräch mit dem Sender ABC News erklärte Trump, die Reaktion auf die Zerstörung des Hubschraubers müsse „sehr stark, sehr kraftvoll“ sein – „und genau das ist sie auch.“ Er erwähnte außerdem, vermutlich in Anspielung auf die schwierigen Gespräche mit Teheran zur Beendigung des Krieges, die Existenz eines „sehr guten Abkommens“. Dieses habe wahrscheinlich Bestand. Der Präsident lieferte hierzu keine weiteren Details. In der jüngeren Vergangenheit hatte Trump mehrfach zuversichtlich geäußert, dass eine Vereinbarung mit dem Iran für ein Ende des Krieges erreichbar sei.
Obwohl im Krieg mit dem Iran seit zwei Monaten formell ein Waffenstillstand besteht, wirkte dieser in letzter Zeit immer fragiler. Schon am Sonntag hatte sich die Auseinandersetzung durch Raketenangriffe des Iran auf Israel bedrohlich zugespitzt. In der Nacht schossen die Streitkräfte des Iran Raketen des Typs ballistisch ab, die unter anderem eine Luftwaffenbasis im nördlichen Israel zum Ziel hatten. Als Reaktion darauf führte die israelische Luftwaffe am Montag Attacken gegen Ziele im Iran durch. Nachdem Trump beide Länder zu einer „sofortigen“ Waffenruhe ermahnt hatte, kündigten sowohl der Iran als auch Israel an, ihre jeweiligen Offensiven vorerst zu beenden. Die Situation blieb dennoch angespannt.
Nach offiziellen Angaben aus Teheran startete der Iran seine Attacken als Reaktion auf israelische Angriffe auf die proiranische Miliz Hisbollah im Libanon. Die Regierung Israels machte jedoch deutlich, dass sie ihre Operationen gegen die schiitische Miliz im benachbarten nördlichen Staat fortsetzen wird.
Abkommen für ein Ende des Krieges nicht in Sicht
Trump hatte bereits am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen gegen den Iran als Folge der Zerstörung des Apache-Kampfhubschraubers angekündigt. Auf seiner Plattform Truth Social teilte er mit, die USA müssten „zwangsläufig“ auf diese iranische Attacke antworten. Die zwei Crewmitglieder des zerstörten Helikopters seien wohlauf und in Sicherheit gebracht worden.
Zu Anfang des Iran-Krieges Ende Februar stellte Trump einen raschen Sieg in Aussicht. Die Anstrengungen für ein beständiges Ende der Kampfhandlungen stagnieren allerdings seit Wochen. (dpa/red)
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