Abo

DWD gibt Tornado-WarnungWirbelstürme in Deutschland möglich – so schützen Sie sich

3 min
Wirbelsturm über dem Bodensee

Unberechenbare Naturgewalt: Tornados entstehen meist im Zusammenhang mit Gewittern und sind schwer vorherzusagen

Der DWD warnt vor heftigen Gewittern und Tornados, auch in der Region Köln. So verhalten Sie sich bei Gefahr richtig.

Aktuell warnt der DWD vor heftigen Gewittern und Tornados, auch in der Kölner Region. Diese Wirbelstürme sind selten, aber gefährlich. So verhalten Sie sich richtig.

Eine aktuelle Mitteilung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) warnt vor potenziellen, heftigen Gewittern. Dabei besteht die Möglichkeit von Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h sowie die Bildung von kurzzeitigen Tornados (Stand: Donnerstag, 4. Juni, 7 Uhr). Ein solches Risiko ist auch für die Kölner Region nicht auszuschließen. Windhosen, die man primär aus den USA kennt, treten ebenso in Deutschland auf. Obwohl sie hierzulande selten und geografisch begrenzt sind, können sie in kürzester Zeit erhebliche Zerstörung verursachen.

Als Tornado wird ein Luftwirbel bezeichnet, der sich in der Regel im Zuge von Gewittern bildet. Die Entstehung von Gewitterwolken wird begünstigt, wenn feuchtwarme auf trockene Kaltluft trifft. Wenn starke Winde die aufsteigende Luft in eine Drehbewegung versetzen, kann dies zur Bildung eines rotierenden Wolkenschlauchs führen. Man spricht von einem Tornado, sobald dieser Schlauch den Erdboden erreicht.

Erkennungsmerkmale und Informationsquellen

Tornados lassen sich nicht zuverlässig prognostizieren; lediglich eine potenzielle Gefährdung kann identifiziert werden. Ihre plötzliche Entwicklung macht es für Nicht-Experten kompliziert, Vorzeichen rechtzeitig zu interpretieren und das Risiko zutreffend zu bewerten.

Aus diesem Grund empfehlen Institutionen wie der DWD und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), die offiziellen Warnmeldungen aufmerksam zu beachten. Zu diesem Zweck können beispielsweise die „Warnwetter-App“ des DWD sowie die Warn-App „Nina“ des BBK verwendet werden.

Korrektes Verhalten in Gebäuden

Als grundlegende Verhaltensregel bei Unwettern, beispielsweise bei Sturm oder Hagel, gilt, das Haus nicht zu verlassen. Innerhalb des Gebäudes empfiehlt das BBK, sich vorzugsweise in einem Raum im Erdgeschoss ohne Außenwände aufzuhalten.

Speziell für Tornados fügt der DWD die Anweisung hinzu: „Weg von Fenstern!“ Es wird empfohlen, einen Raum ohne Fenster aufzusuchen, am besten im Keller. So kann man sich vor Trümmern schützen, die durch den Wirbelsturm aufgewirbelt und durch Öffnungen ins Gebäude gelangen könnten.

Schutzmaßnahmen im Freien bei Tornado-Sichtung

Wer eine Windhose am Himmel entdeckt, also sich rasch bewegende Trichterwolken, muss sich unverzüglich in Sicherheit bringen. Es ist entscheidend, keine Zeit mit dem Erstellen von Foto- oder Videoaufnahmen zu vergeuden. Sofern erreichbar, sollte Schutz in einem massiven Gebäude gesucht werden, vorzugsweise im Kellergeschoss.

Ist ein festes Gebäude nicht erreichbar, verhält man sich ähnlich wie bei einem Gewitter: Man sucht Schutz in einer Vertiefung im Gelände. Dort legt man sich mit dem Gesicht nach unten flach auf den Boden und schützt den Kopf und den Nackenbereich.

Fahrzeuge stellen bei einem Tornado eine erhebliche Gefahr dar und sollten dringend verlassen werden, auch wenn sie bei Gewittern vor Blitzeinschlägen schützen. Die Wirbelstürme besitzen die Kraft, Autos in die Luft zu heben oder mitgerissene Objekte wie Baumteile auf das Fahrzeug und die Personen darin prallen zu lassen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.