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Mit 150 km/hTornado fegte durch NRW-Stadt – Häuser beschädigt

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Tornados entstehen meist im Zusammenhang mit Gewittern und sind schwer vorherzusagen.

Ein Tornado hat das nordrhein-westfälische Gronau getroffen. (Symbolbild)

Der DWD hat einen Tornado in Gronau bestätigt. Der Wirbelsturm erreichte 150 km/h, die Gesamtwetterlage war aber mild.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat bestätigt, dass am Donnerstag (4. Juni) ein Tornado über Gronau in Nordrhein-Westfalen nahe der niederländischen Grenze hinweggezogen ist. Der Windhose wurde die Stärke IF1 mit Windgeschwindigkeiten von rund 150 Kilometern pro Stunde zugeschrieben.

Laut Mitteilung des DWD werden eventuelle weitere Schadensfälle gegenwärtig noch geprüft. Der WDR hat unterdessen gemeldet, dass in Gronau an einigen Häusern Dachziegel abgehoben und Bauzäune umgeworfen worden seien. Der Wetterdienst hatte bereits am Mittwoch die bedrohliche Wetterlage vorhergesagt. Es wurde sogar vor Schnee in Lagen über 2000 Metern gewarnt.

Gesamtwetterlage milder als prognostiziert

Ein Tornado ist ein Wirbelsturm, dessen Entstehung über Land auf erhebliche Temperaturdifferenzen zurückzuführen ist. Häufig tritt dieses Phänomen in Mitteleuropa in Verbindung mit Gewittern auf, wobei sich ein schlauchförmiger Wolkenrüssel von der Gewitterwolke bis zur Erdoberfläche erstreckt.

Ungeachtet des lokalen Vorfalls in Gronau war die allgemeine Wetterlage in Deutschland nach Angaben des DWD insgesamt weniger extrem als ursprünglich angenommen. Die in Offenbach ansässige Bundesbehörde zog das Fazit, dass die Gewitteraktivität am Donnerstag trotz Warnungen vor schweren Unwettern harmloser ausfiel als prognostiziert.

Die Wetterexperten führten dies als eine mögliche Ursache auf die zuvor weitflächig bestehende Schichtbewölkung zurück. Es wird vermutet, dass diese eine stärkere energetische Aufladung der Luftmasse unterbunden hat.

Tornados sind in Deutschland möglich, kommen jedoch insgesamt vergleichsweise selten vor und erreichen selten die Ausmaße, die aus den besonders tornadoanfälligen Regionen der USA bekannt sind. Sie entstehen hier vor allem im Zusammenhang mit kräftigen Gewittern, wenn warme, feuchte Luft auf eine starke Windscherung trifft, das heißt, wenn Windrichtung und -geschwindigkeit mit der Höhe deutlich variieren. (mbr)