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Kopfschutz-Paradox bei RadfahrernMehrheit ist für Helmpflicht, doch jeder Dritte fährt ohne

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Fahrradhelme

Nicht alle tragen einen Fahrradhelm, viele wünschen sich aber eine Helmpflicht. (Symbolbild)

Helmpflicht für Radfahrer? Eine Mehrheit ist dafür, obwohl viele selbst ohne Schutz unterwegs sind.

Eine deutliche Mehrheit in Deutschland unterstützt eine gesetzliche Helmpflicht für Radfahrer, obwohl laut einer Erhebung mehr als jeder Dritte darauf verzichtet. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Studie im Auftrag der Sender RTL und ntv, bei der 1.003 Personen interviewt wurden. Demnach gaben 35 Prozent der Teilnehmenden an, prinzipiell ohne Kopfschutz zu fahren.

Vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen ist das Fahren ohne Helm verbreitet. Nahezu die Hälfte dieser jungen Erwachsenen gab an, auf den Kopfschutz zu verzichten. Als Hauptmotiv für die Ablehnung eines Helms nannten 42 Prozent aller Umfrageteilnehmer, dass sie nur kurze Distanzen zurücklegen. Als weitere Ursachen wurden mangelnder Komfort (23 Prozent), Vergessen (21 Prozent), ein Gefühl der Einengung (18 Prozent), die eigene umsichtige Fahrweise (17 Prozent) sowie optische Aspekte (14 Prozent) aufgeführt.

Die Schutzfunktion von Fahrradhelmen

Die Erhebung wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Vorfeld des Weltfahrradtages am 3. Juni realisiert. Aus den Resultaten geht hervor, dass 36 Prozent der Fahrradfahrer üblicherweise einen Helm aufsetzen. In Deutschland gibt es nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) keine gesetzliche Verpflichtung dazu. Dennoch kann ein Kopfschutz bei Kollisionen oder Stürzen die Gefahr von gravierenden Kopfverletzungen maßgeblich reduzieren.

Vorläufige Daten des Statistischen Bundesamtes belegen, dass im Vorjahr 462 Fahrradfahrer bei Kollisionen ums Leben kamen. Diese Zahl stellt einen Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber 2024 dar. Von den tödlich Verunglückten nutzten 217 ein Pedelec, welches im allgemeinen Sprachgebrauch auch E-Bike genannt wird.

Gegenüber dem Jahr 2015 erhöhte sich die Anzahl der tödlich verunglückten Radfahrer um 20,6 Prozent. Laut Auskunft des Bundesamtes ist diese Zunahme hauptsächlich durch die steigende Zahl der Todesfälle bei Nutzern von Pedelecs bedingt.

Hohe Zustimmung für eine gesetzliche Regelung

Die Erhebung verdeutlicht zudem eine breite Zustimmung zu einer gesetzlichen Vorschrift: Eine generelle Helmpflicht für Radfahrende wird von 54 Prozent aller Teilnehmenden unterstützt, während zusätzliche 12 Prozent diese Regelung zumindest für die Nutzung von E-Bikes befürworten.

Ein Blick auf die Vorschriften im europäischen Ausland

Verschiedene Staaten in Europa haben bereits eine Pflicht zum Tragen eines Helms eingeführt, die sich oft auf spezifische Altersklassen beschränkt. So ist in Tschechien das Tragen eines Helms für Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 18 Jahren obligatorisch. Spanien schreibt einen Kopfschutz für alle Radfahrer außerhalb von Ortschaften vor; innerorts gilt die Regelung nur für unter 16-Jährige. Eine Vorschrift in Österreich besagt, dass Kinder bis zu ihrem zwölften Geburtstag einen Fahrradhelm nutzen müssen, und in Schweden besteht diese Pflicht für alle Personen unter 15 Jahren. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.