Abo

„Ich war so lange weg“Ex-Bundesliga-Trainer berichtet über Kampf gegen Hantavirus

2 min
Ralph Hasenhüttl

Ralph Hasenhüttl trainierte in der Bundesliga Leipzig und Wolfsburg. (Archivbild)

Nach einer Hantavirus-Infektion kämpfte Ex-Bundesliga-Trainer Ralph Hasenhüttl auf der Intensivstation um sein Leben.

Ralph Hasenhüttl, ehemals Trainer in der Bundesliga für Vereine wie RB Leipzig sowie den VfL Wolfsburg, sprach öffentlich über seine Erkrankung am Hantavirus und den darauffolgenden Kampf um sein Leben.

Eine Abgeschlagenheit befiel den österreichischen Trainer im Sommer des Jahres 2012. Dies geschah im Anschluss an eine Tour mit dem Mountainbike während eines Trainingscamps des VfR Aalen, einem Verein, den Hasenhüttl kurz zuvor in die 2. Fußball-Bundesliga begleitet hatte. Dem britischen Blatt „Daily Mirror“ legte er die gravierenden Symptome dar, die sich anschließend zeigten.

Stechende und schneidende Schmerzen

„Ich legte mich ins Bett, und da fingen die Kopfschmerzen an. Es fühlte sich an, als stecke eine Nadel in meinem Kopf. Dann bemerkte ich starke Rückenschmerzen. Es fühlte sich an, als stecke ein Messer in meinem Rücken“, so die Worte des mittlerweile 58-jährigen Trainers.

Die Mediziner stellten fest, dass Hasenhüttls Leber und Nieren infolge der Hantavirus-Infektion so stark angeschwollen waren, dass sie Druck auf andere Organe ausübten. Gegenwärtig erregt der von Nagern verbreitete Erreger globale Aufmerksamkeit durch einen Krankheitsausbruch auf dem Schiff „Hondius“. Bei diesem Vorfall verloren bislang drei Personen ihr Leben, während zahlreiche andere sich ansteckten.

14-tägiger Aufenthalt in der Intensivpflege

Ein zweiwöchiger Aufenthalt in der Intensivpflege war für Hasenhüttl die Folge. „Ich war so lange weg und wusste nicht, wann ich zurückkehren würde. Mein Herzschlag weckte mich auf, so intensiv war er. Ich spürte einfach dieses Pochen in meiner Brust“, schilderte der ehemalige Nationalspieler seine Erfahrung.

Man eröffnete ihm, dass eine umgehende Genesung nicht möglich sei und er darauf warten müsse, dass sein Organismus eigene Antikörper produziert. „Es war einfach ein Geduldspiel“, konstatierte Hasenhüttl. „Ich versuchte, schlechte Gedanken zu verdrängen, weil ich mich jung, gesund und stark fühlte. Ich dachte: Warum sollte ich an einem Virus sterben?“

Terrassenreinigung als vermutlicher Infektionsherd

Im Nachhinein identifizierte Hasenhüttl den mutmaßlichen Auslöser seiner Ansteckung: das Fegen seiner Terrasse. „Ich habe die Terrasse ohne Maske gereinigt und ich denke, ich habe den Staub eingeatmet“, teilte er mit. Es dauere ungefähr zwei oder drei Wochen vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Auftreten erster Krankheitszeichen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.