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Nach Einbruch-SerieWas ein Schließfach kostet und wie sicher es wirklich ist

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Ein Sparkassenmitarbeiter legt Papiere in ein Schließfach

Was liegt eigentlich in dem Schließfach? Inhaber tun gut daran, das sorgfältig zu dokumentieren. Sonst kann es im Schadensfall Probleme beim Nachweis für die Versicherung geben.

Diebstähle aus Tresoranlagen in Gelsenkirchen und Bonn verunsichern Kunden. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zur Sicherheit und zu den Kosten. Ein Einbruch in eine Bank in Gelsenkirchen erregte gegen Ende Dezember 2025 international Aufmerksamkeit, wie die dpa meldet. Von einem Parkhaus aus verschafften sich noch nicht identifizierte Kriminelle Zugang zu den Tresorräumen der Sparkasse und leerten etwa 3.100 Fächer. Der Wert des Diebesguts wird auf über 100 Millionen Euro geschätzt. Vergleichbare Delikte ereigneten sich jüngst ebenfalls in Bonn, Halle sowie nahe Bremen. Diese Ereignisse führen dazu, dass zahlreiche Schließfachinhaber um die Sicherheit ihrer Wertgegenstände besorgt sind.

Laut Cornelia Schulz, Sprecherin der Deutschen Kreditwirtschaft, ist die Nachfrage nach Schließfächern erfahrungsgemäß fast überall beständig hoch. Zugleich hat sich die Verfügbarkeit solcher Safes durch die Schließung vieler Filialen reduziert, wie Sandra Klug von der Verbraucherzentrale in Hamburg anmerkt. Die Fächer werden demnach nicht nur von Privatleuten, sondern ebenso von Unternehmen genutzt.

Zulässige Inhalte für Bankschließfächer

Nach Auskunft von Sandra Klug eignen sich Bankschließfächer zur Lagerung von Schmuck, Gold, Münzen, Urkunden, Versicherungspolicen, Datenträgern und Bargeld. Cornelia Schulz gibt jedoch zu bedenken: „Für sehr große Geldbeträge sind Konten grundsätzlich die sicherste Form der Aufbewahrung.“

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des jeweiligen Kreditinstituts definieren, was nicht in einem Schließfach gelagert werden darf. Unzulässig sind laut Schulz beispielsweise gefährliche oder gesetzeswidrige Objekte wie illegale Waffen, Lebewesen, Drogen oder radioaktive Substanzen.

Mietpreise und Sicherheitsstandards

Die Kosten für die Miete variieren je nach Kreditinstitut, Fachgröße und Standort. Nach Auskunft der Verbraucherschützerin Sandra Klug liegen die Gebühren in der Regel jährlich zwischen 80 und 200 Euro. Es wird geraten, die exakten Konditionen direkt bei einer Bank oder Sparkasse zu erfragen.

„Bankschließfächer bieten im Vergleich zur privaten Aufbewahrung zu Hause in der Regel deutlich höhere Sicherheitsstandards“, führt Cornelia Schulz aus. Zu diesen Vorkehrungen zählen bauliche Schutzmaßnahmen sowie eine technische Überwachung. Sandra Klug bestätigt ebenfalls, dass Schließfächer „sicherer als der heimische Kleiderschrank“ seien, obwohl es eine vollkommene Sicherheit nicht geben kann.

Versicherungsschutz und Nachweisführung im Schadensfall

Die Höhe der Versicherungssumme für den Schließfachinhalt ist von den jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen abhängig. Meistens ist eine Grunddeckung bis zu einer definierten Obergrenze inkludiert. Laut dem Verbraucherportal Finanztip ist Bargeld nicht zwangsläufig mitversichert. Bei Werten, die darüber hinausgehen, kann sich eine zusätzliche Versicherungspolice lohnen. (red)

Um den Inhalt im Schadensfall belegen zu können, rät Sandra Klug, im Voraus eine Inventarliste zu führen. Der Bestand sollte durch Fotografien und Kaufbelege dokumentiert sein. Auch das Gewicht von Schmuckstücken sollte nachweisbar sein, um eine spätere Wertbestimmung zu ermöglichen. „Zudem ist es sinnvoll, einen Zeugen mit zum Schließfach zu nehmen, um den Inhalt im Falle eines Falles belegen zu können“, so Klug.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.