Der DWD warnt vor Unwettern am Wochenende. Bei Starkregen droht Aquaplaning – so reagieren Sie im Ernstfall richtig.
Gefahr bei StarkregenSo verhalten Sie sich bei Aquaplaning auf der Straße richtig

Unwetterwarnung für Deutschland: Der Deutsche Wetterdienst rechnet zum Wochenende mit Gewittern, Starkregen und Sturmböen. Besonders bei stehendem Wasser auf der Fahrbahn besteht Aquaplaning-Gefahr.
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Für das kommende Wochenende prognostiziert der „Deutsche Wetterdienst“ Gewitter, heftige Regenfälle und Sturmböen für zahlreiche Regionen in Deutschland. Diese Wetterlage kann die Sicherheit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigen. Der TÜV Süd empfiehlt daher bei abrupt einsetzendem Starkregen und Wasseransammlungen auf der Straße, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Als Grund wird das erhöhte Risiko von Aquaplaning genannt.
Wenn die Reifen eines Fahrzeugs das Wasser auf der Fahrbahnoberfläche nicht mehr wirksam ableiten können, bildet sich ein Wasserkeil zwischen Pneu und Asphalt. Dadurch geht der direkte Kontakt zur Straße verloren, was das Fahrzeug unlenkbar und unkontrollierbar macht.
Korrektes Verhalten bei Aquaplaning-Gefahr
Für einen solchen Notfall gibt es nach Angaben des TÜV Süd eine klare Handlungsempfehlung: Gehen Sie sofort vom Gas, treten Sie die Kupplung oder schalten Sie in den Leerlauf und halten Sie das Lenkrad in gerader Position.
„Keinesfalls stark bremsen oder hektisch lenken, da das Fahrzeug sonst ausbricht, sobald die Reifen wieder Grip finden“, erläutert Marcellus Kaup vom TÜV Süd. Für Autos mit Automatikgetriebe gilt, dass die aktuelle Fahrstufe beibehalten und das Gaspedal ebenfalls vorsichtig losgelassen werden sollte. Anschließend ist es entscheidend, ruhig zu bleiben, bis die Reifen wieder Bodenhaftung haben.
Grenzen elektronischer Fahrhilfen
Fahrzeugführer sollten sich nach Auskunft des TÜV Süd bei Aquaplaning nicht auf elektronische Fahrhilfen verlassen. Technologien wie ABS und ESP stellen häufig ihre Funktion ein, da die Sensoren nicht mehr die erforderlichen Signale von der Fahrbahn empfangen.
Die Schwelle, ab der eine Situation gefährlich wird, ist von diversen Faktoren abhängig. Dazu gehören die Wassertiefe, die Geschwindigkeit, Reifenbreite und -druck sowie die Profiltiefe und die Straßenoberfläche. Ein niedrigerer Reifendruck sowie breitere Reifen fördern das Aufschwimmen. Laut Kaup ist die Lage ab circa 70 km/h als kritisch zu betrachten.
Risikobereiche und Warnhinweise
Grundsätzlich besteht die Gefahr von Aquaplaning auf allen Straßen mit einer größeren Wasseransammlung. Der TÜV Süd mahnt jedoch zu besonderer Vorsicht in Senken, Unterführungen, bei Spurrillen und in Kurvenbereichen.
Ein wichtiger Indikator für Strecken mit Aquaplaning-Risiko ist das Zusatzschild „bei Nässe“ in Kombination mit einer vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit. Diese Begrenzung greift, sobald die Fahrbahn von einem durchgehenden Wasserfilm bedeckt ist – und nicht nur bei vereinzelten nassen Stellen, wie Marcellus Kaup präzisiert. In der Praxis ist der kritische Zustand an einer spiegelnden Straßenoberfläche oder an den deutlichen Wasserverdrängungsspuren eines vorausfahrenden Autos zu erkennen. (dpa/red)
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