Ein Abend mit den drei Autorinnen von „Die erschöpfte Frau“ und Moderatorin Claudia Lehnen in der Workstage am 12. Oktober.
Kölner BuchpremiereTherapeutische Wege raus aus der Erschöpfung

Die Buch-Autorinnen Nicole Zepter, Dr. Simone Frohwein, Elke Hüttenrauch (von l.)
Copyright: Roderick Aichinger
Noch eine zusätzliche Aufgabe im Job, die sonst keiner übernehmen will, der Hausputz, die pflegebedürftige Mutter, die Ballettstunde der Tochter, der selbstgebackene Kuchen für die Familienfeier, die Organisation des Urlaubs. Die Erschöpfung vieler Frauen ist kein individuelles Problem mangelnder Belastbarkeit, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, die Frauen krank machen. Dass die Lasten ungleich verteilt sind, ist allgemein bekannt. Aber: Wie kommen Frauen aus der ständigen Erschöpfung heraus? Welche Rahmenbedingungen müssen sich ändern? Wie kann beides zusammen gelingen? Darum geht es bei der Kölner Buchpremiere „Die erschöpfte Frau“ am 12. Oktober in der Workstage des „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Die Journalistin Nicole Zepter, die ärztliche Psychotherapeutin Dr. Simone Frohwein und die Klinikleiterin Elke Hüttenrauch zeigen in ihrem Buch therapeutische Wege aus der Erschöpfung auf. Zugleich machen sie deutlich, dass das ständige Sich-Ausgebrannt-Fühlen vor allem eine Folge gesellschaftlicher Strukturen ist und weniger individuellen Versagens: dauerhafte mentale und emotionale Mehrarbeit, hochfunktionaler Druck, internalisierte Rollenbilder und fehlende Anerkennung führen in eine Belastungsspirale, die in der Erschöpfung enden muss.
Auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung
Die Autorinnen plädieren für eine gerechtere Verteilung von Aufgaben und Erwartungen. Buch-Autorin und Journalistin Nicole Zepter, die auch den Spiegel-Bestseller „Kunst hassen“ geschrieben hat, kennt das Gefühl aus eigenem Erleben. Dr. Simone Frohwein und Elke Hüttenrauch arbeiten seit vielen Jahren in der Klinik Hohes Licht in Oberstdorf, die auf die Rehabilitation von Frauen spezialisiert ist, und begleiten dort jährlich 850 Patientinnen auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung.
Zur Buchpremiere sitzen alle drei Autorinnen gemeinsam auf dem Podium. Moderiert wird der Abend von Claudia Lehnen, Chefreporterin beim „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Veranstaltung ist Teil der neuen Reihe „Frauensache“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Frauensache“ soll weiblicher Stärke und Selbstbestimmung eine Bühne geben, unterstützt wird die Reihe von der Volksbank Köln/Bonn.
Tickets kosten 5 Euro (zzgl. VVK) und sind hier oder bei Rausgegangen.de erhältlich. Im Anschluss an die Diskussion sind Fragen aus dem Publikum an die Autorinnen ausdrücklich erwünscht. Die Bücher können vor Ort gekauft werden.
Die Veranstaltung findet am Montag, 12. Oktober, um 19 Uhr in der Workstage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ statt. Die Workstage befindet sich in der Amsterdamer Straße 192, 50735 Köln, und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (Linien 13 und 16 bis zur Haltestelle Amsterdamer Straße/Gürtel). Zudem stehen kostenlose Parkplätze auf dem Mitarbeiterparkplatz an der Amsterdamer Straße zur Verfügung.

