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Baugebiet in HeimbachBlenser debattieren mit Investoren – ohne Ergebnis

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Rund 100 Menschen waren auf den Platz an der Kapelle in Blens gekommen, um über das geplante Wohngebietes zu diskutieren.

Heimbach-Blens – Ohne abschließendes Ergebnis blieb die Bürgerversammlung in Blens, zu der rund 100 Anwohner und einige Ratsmitglieder gekommen waren. Stadt und Investoren hatten auf den kleinen Platz an der Kapelle eingeladen, um mit den Anwohnern über das geplante Baugebiet zu sprechen. Etwa 8,5 Hektar will die „Heimbacher Investitions- und Entwicklungsgesellschaft“ von Stephan Droog und René Haupt bebauen – ein Vorhaben, das im Ort auf wenig Gegenliebe stößt.

Die Veranstaltung nahm einen emotionalen und kontroversen Verlauf, was zu erwarten war und wohl auch daran lag, dass die Beteiligten mit ganz unterschiedlichen Erwartungen gekommen waren. Während die Investoren die Absicht hatten, mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen, um das Baugebiet konfliktfrei entwickeln zu können, waren bei den Blensern die Intentionen geteilt. So wollte ein Teil die Investoren von der Unmöglichkeit ihres Vorhabens überzeugen und sie von ihren Plänen abbringen, während ein anderer Teil jede Menge Fragen hatte, die sich anhand der ersten Projektentwürfe der Stadtplanerin und Architektin Petra Sievert ergeben hatten. Dabei fiel Sievert eine undankbare Rolle zu, während ihre Auftraggeber sich in Schweigen hüllten. Einerseits warb sie bei den Anwesenden um Beteiligung und Anregungen für die Gestaltung des neuen Wohngebietes, andererseits machte sie deutlich, was eine Ablehnung des Projekts für Folgen haben könnte.

Gegner provozieren beinahe Scheitern des Treffens

„Wenn Sie zehn Millionen Euro haben, können Sie das Gelände gerne kaufen“, sagte sie. Sie kündigte Schadenersatzklagen gegen die Stadt an, sollte die notwendige Bebauungsplanänderung nicht kommen, oder stellte in Aussicht, dass auch das eigentlich im Bebauungsplan verabschiedete Sonderbaugebiet mit einer Ferienhaussiedlung realisiert werden könne, sollten die Blenser von ihrer ablehnenden Haltung nicht abrücken.

Die Gegner des Projektes provozierten daraufhin beinahe ein Scheitern des Treffens. Als auf die Frage, wer das Baugebiet ablehne, etwa die Hälfte der Anwesenden aufzeigte, wollte Sievert die Versammlung eigentlich schließen. „Wir wollen nicht, dass Sie hier bauen“, sagte Thomas Schröter von der Dorfinitiative deutlich. „Mehr als die Hälfte der Blenser ist gegen das Vorhaben“, fügte Hans-Peter Herkenrath an. Doch zum Abbruch kam es nicht. Stattdessen bemühte sich Heimbachs Bürgermeister Jochen Weiler, die Wogen zu glätten: „Es ist unüblich, dass Bauträger in dieser Phase bereits die Bürger beteiligen, das müssten die nicht tun.“

Viele Fragen waren genau deswegen verfrüht, denn sie zielten auf die Versiegelung, die endgültige Zuwegung oder die Aufteilung der Grundstücke ab. Da das Konzept der Planer und Investoren die Gestaltung gemeinsam mit den Blensern vorsieht, musste Sievert oft die Antwort schuldig bleiben.

„Wir haben noch kein Konzept, wir entscheiden das gemeinsam“

„Wenn wir wenige Grundstücke machen, wird weniger versiegelt, sie werden aber teuer“, schilderte sie die Möglichkeiten. 94, 74 oder 30 Häuser auf dieser Fläche? Genau das sollte besprochen werden. „Wir haben noch kein Konzept, wir entscheiden das gemeinsam“, warb sie wieder um Beteiligung. So kamen einige Stimmen, die die Möglichkeit einer naturnahen Modellsiedlung ins Gespräch brachten.

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Eine Einschätzung der Haltung des Stadtrats konnte der in Blens lebende Bürgermeister Weiler noch nicht abgeben, da es bisher noch keine Diskussion im Rat gegeben habe. Er selbst tue sich schwer, kategorisch „Nein“ zu sagen. Aber: „Definitiv sind 94 Häuser für Blens eine soziale Belastung. Ich wohne hier, das betrifft mich auch.“ So trennten sich die Wege schließlich, ohne dass konkrete Ergebnisse vereinbart worden wären. Einigkeit herrschte darüber, dass der Dialog in Gang gesetzt sei und fortgesetzt werden solle.