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Förderung beantragtErneuerung der Ortsdurchfahrt Reetz soll 2,4 Millionen Euro kosten

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Das Symbolbild zeigt eine Spielfigur, die einen Presslufthammer in den Händen hält.

Der Kreis Euskirchen will die K71 bei Reetz im größeren Stil erneuern.

Der Kreis Euskirchen plant den Ausbau der Ortsdurchfahrt in Reetz. Auch die Straßenentwässerung soll überarbeitet werden.

Die Ortsdurchfahrt von Reetz soll umfassend erneuert und sicherer gestaltet werden. Die Kreisverwaltung Euskirchen hat eine Entwurfsplanung für den Ausbau der K71 erarbeitet, über die der Kreisausschuss in seiner Sitzung am 30. September ab 17 Uhr im Kreishaus beraten wird.

Mit dem Bau soll begonnen werden, sobald das Land die beantragte Förderung bewilligt oder die Bezirksregierung Köln einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zustimmt.

Planung umfasst die Talstraße von Langenbusch bis zur K41

Die Planung umfasst die Talstraße von der Einmündung Langenbusch bis zum Anschluss an die K41. Der Abschnitt ist rund 540 Meter lang. Hinzu kommen die Einmündungsbereiche der angrenzenden Gemeindestraßen. Nach Angaben der Verwaltung befindet sich die Straße in einem schlechten Zustand und lässt sich nicht mehr wirtschaftlich unterhalten. Der Fahrbahnaufbau besteht teilweise aus einer chemisch belasteten Einstreudecke, die aufwendig entsorgt werden muss.

Auch der Unterbau ist nach Angaben des Kreises zu schwach für die heutigen Verkehrsbelastungen. Neben dem baulichen Zustand weist die Verwaltung auf Sicherheitsdefizite hin. Gehwege gibt es bisher nur auf kurzen Abschnitten, sodass Fußgänger vielerorts die Fahrbahn nutzen müssen. Gleichzeitig begünstigen die Gestaltung der Straße und die weitläufige Einmündung zur K41 vergleichsweise hohe Geschwindigkeiten.

Vorgesehen ist in Reetz eine sechs Meter breite Fahrbahn

Vorgesehen ist eine sechs Meter breite Fahrbahn. Zwischen der Einmündung Langenbusch und der Hardtstraße soll ein einseitiger Gehweg entstehen, im weiteren Verlauf bis zur K41 Gehwege auf beiden Straßenseiten. Sie sollen mindestens 1,50 Meter breit sein.

Mehrere seitliche Einengungen sollen den Verkehr beruhigen. Die dadurch entstehenden Flächen will der Kreis teils bepflanzen. Auch die Situation für Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs soll verbessert werden. Die derzeitige Haltestelle am Gerätehaus wird in die Ortsmitte verlegt.

Auf Höhe des Spielplatzes ist ein neues Haltestellenkap vorgesehen. Zur Erklärung: Dabei wird der Rand der Haltestelle bis an die Fahrbahn vorgezogen. Dadurch kann der Bus besser an den Bordstein heranfahren. Zudem sollen die Bushaltestelle und die Bereiche, an denen die Querung der Fahrbahn erleichtert wird, barrierefrei   werden.

Entwässerung soll überarbeitet werden

Darüber hinaus will der Kreis die Straßenentwässerung überarbeiten. Derzeit fließt das Wasser teilweise   durch offene Mulden. Im Zuge der Arbeiten soll außerdem der Durchlass des Reetzer Baches an den Einmündungen Hardtstraße und Oberdorf erneuert werden.

Die Gesamtkosten schätzt die Kreisverwaltung auf rund 2,4 Millionen Euro. Nach Abzug des Anteils der Gemeinde Blankenheim verbleiben beim Kreis   rund 2,2 Millionen Euro. Bei einer Förderung von 75 Prozent müsste der Kreis davon 537.500 Euro selbst tragen. Der Förderantrag liegt bereits bei der Bezirksregierung Köln. Der Baustart ist derzeit für 2027 vorgesehen.

Die Planung wurde nach Angaben der Verwaltung mit der Gemeinde Blankenheim abgestimmt und bereits in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Vor Baubeginn sollen zudem die Versorgungsträger beteiligt werden, damit notwendige Leitungsarbeiten gebündelt und spätere Aufbrüche der neuen Fahrbahn möglichst vermieden werden.