Seit elf Jahren ist die Reservisten-Bigband bei Benefizkonzerten zu hören. Am Samstag gaben die Musiker ein Gastspiel in der Blankenheimer Gesamtschule.
BenefizkonzertReservisten bieten in Blankenheim Klassiker aus der goldenen Bigband-Ära

Klassiker aus der Goldenen Bigband-Ära waren bei dem Benefizkonzert der Reservisten-Bigband Rheinland in Blankenheim zu hören.
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Klassiker im Bigbandsound waren beim Benefizkonzert in der Aula der Gesamtschule in Blankenheim zu hören. Mit einem Streifzug durch das „Great American Songbook“, dem schier unerschöpflichen Fundus von eingängigen Songs aus Revue, Show und Musical der USA, unterhielt die Reservisten-Bigband Rheinland ihr Publikum.
Rund 80 Gäste wollten sich das nicht entgehen lassen. Zumal die Veranstaltung einem guten Zweck gewidmet war: Je zur Hälfte ging der Erlös an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Projekte der Gesamtschule Blankenheim. „Musik für den Frieden“ war das Motto des Konzertes der Bundeswehrreservisten, die sich vor elf Jahren zu einem Ensemble formiert hatten.
Stefan Schwebig ist nicht nur der Initiator des Projektes, sondern auch der Leiter der rund 30 musikbegeisterte Reservisten. Schwebig, professioneller Schlagzeuger, habe eigentlich nur in einem Reservisten-Musikzug mitspielen wollen, berichtete seine Frau Karin, die auch die Moderation übernommen hatte. „Dabei stellte er fest, dass es so etwas in unserer Region nicht gibt“, sagte sie. Grund genug, ein derartiges Ensemble aus der Taufe zu heben.
Musiker spielten in Blankenheim für Volksbund und Jugendprojekte
Mit Unterstützung des Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg, das das Projekt unter seine Fittiche genommen habe, sei die Band entstanden. „Zuerst sollte es in Richtung Blasorchester gehen, doch da gibt es schon sehr viele in der Region“, erklärte Stefan Schwebig. Also sei man in Richtung Bigbandsound umgeschwenkt. Fünf bis sechs Konzerte spiele das Orchester. Da man keinen Profit mache, sind die Veranstaltungen immer einem guten Zweck gewidmet.
Wie in dem Falle Blankenheims dem Volksbund, der mit dem Heimatverein Uedelhoven das Konzert veranstaltete. Seit mehreren Jahren arbeiten beide gemeinsam an Projekten. „Ich habe bereits in meiner Tätigkeit für die Gemeinde Blankenheim Sammlungen zugunsten der Volksbundes organisiert“, erklärte Erwin Stein, Vorsitzender des Heimatvereins. Die Pflanzung des Anne-Frank-Baumes als zentralem Gedenkort im Jahr 2019 sei der Beginn der Zusammenarbeit gewesen. Seitdem seien viele Projekte in Gang gebracht worden, um in erster Linie Jugendliche für das Thema Frieden und Gedenken zu erreichen.
„Ge(h)denken“ heißt die Initiative des Landesverbands NRW im September, den der Verein zum „Monat des Kriegsgrabes“ erklärt hat. Es sollen verschiedene Zugänge zur Erinnerung geschaffen werden, erläuterte Jasper Stephan-Beneker, Regionalgeschäftsführer Rheinland des Volksbundes: „Wir betreuen in NRW mehr als 12.100 Kriegsgräberstätten.“ Die Überschneidung in der Zusammenarbeit mit dem Heimatverein sei die Friedensarbeit. „Was bedeutet Krieg für die Schicksale der Menschen“, sei einer der Ansätze, mit denen laut Stein die Jugendlichen angesprochen werden. Das geschehe zum Beispiel über Projekte an der Gesamtschule Blankenheim.
Mit „Strike up the Band“ begann die Reservisten-Bigband ihr abendfüllendes Konzert. Was ursprünglich nicht so geplant war, doch das Orchester aus Trier, das die Hälfte des Konzertes bestreiten sollte, hatte aufgrund mehrerer Krankheitsfälle absagen müssen. So blieb es den Hobbymusikern aus dem Rheinland vorbehalten, das Publikum zu unterhalten. Die Musiker und Sängerin Claudia Kötter, die bei Stücken wie „Straighten up and fly right“ oder „I’ve grown accustomed to her face“ mit von der Partie war, wurden mit viel Applaus bedacht.
