Abo

Baseball-LandesligaZülpich Eagles schlagen Mönchengladbach

3 min
Ein Baseballspieler beim Schlag. Die Muskeln sind angespannt. Hinter ihm der Catcher und der Umpire.

Volle Anspannung beim Schlag zeigte Alexander Omiecienski.

Der Aufstieg in die NRW-Liga ist nach wie vor das Ziel der Zülpich Eagles. Trainer Jens Weiler will Schwachstellen ausmerzen.

Sehr gut haben sie angefangen, doch dann mussten die Zülpich Eagles gegen die Mönchengladbach Blackcaps noch einmal richtig zittern. Doch bei Adler-Trainer Jens Weiler überwog am Ende doch die Freude über den Sieg gegen ein „enorm starkes Team“, das er zu den Aufstiegskandidaten in der Baseball-Landesliga zählt.

Schon früh war Zülpich mit 8:0 in Führung gegangen. „Wir haben sehr gut losgelegt“, fand Weiler. Das lag auch daran, dass sein Team mit den Würfen des ersten gegnerischen Pitchers gut zurechtkam, dessen Streuung zwar groß war, dessen schnelle Würfe aber den Eagles lagen. „Doch dann schleichen sich Dinge ein“, so Weiler – und meint die Reaktion auf die langsamen Würfe des zweiten Pitchers. Da seien die Batter oft zu ungeduldig gewesen. „Wir haben Gladbach zurück ins Spiel geholt.“ Erst mit einem Walk-off-Hit von Patrick Nimtz beim Stand von 11:11 gelang Zülpich der entscheidende Punkt zum 12:11-Sieg. Lob sprach Weiler an Pitcher Philipp Schulze aus, der geglänzt habe.

Topspiel bei den Cologne Cardinals wurde verschoben

Durch den Sieg rutschte Zülpich an Mönchengladbach vorbei und steht auf Platz zwei der Tabelle. Eigentlich hätte nun das absolute Topspiel beim Tabellenführer Cologne Cardinals IV angestanden, doch die Partie wurde verschoben, weshalb die Eagles erst am 13. Juni gegen die Ratingen Goose-Necks II wieder spielen – es ist das fünfte Heimspiel in Folge.

Philipp Schulze beim Wurf.

Ein Sonderlob erhielt Zülpichs neuer Stammpitcher Philipp Schulze.

Auf dem Papier liest sich die Bilanz der Zülpicher Baseballer sehr gut. Auf den Auftaktsieg gegen Hochdahl (16:6) folgte eine Niederlage gegen die Solingen Alligators II (14:19). Gegen die Aachen Greyhounds gewannen die Eagles 11:6, dann kam Mönchengladbach. „Wir tun uns aber sehr schwer“, findet Weiler, der froh über die Unterstützung seiner Co-Trainer ist, denn „sechs Augen sehen mehr“.

Eine zweite Mannschaft fehlt den Zülpich Eagles in dieser Saison

Und die Coaches haben Dinge ausgemacht, die verbessert werden können. „Das Potenzial ist aber da, auch durch die Verstärkungen aus Wesseling“, sagt Weiler. Die Defensive und das Pitching funktionierten sehr gut. Aber man müsse noch daran arbeiten, die Bälle ins Spiel zu bekommen. „Wir hatten beispielsweise gegen Gladbach Spieler auf alles Bases, aber keinen Punkt geholt“, erinnert er sich an eine Situation. Am Aufstieg in die NRW-Liga halten die Zülpich Eagles fest.

Der große Kader ist Fluch und Segen zugleich. Es sei eine Herausforderung, alle Spieler unter einen Hut zu bekommen. Eine zweite Mannschaft fehlt in diesem Jahr. Die Arbeit mit dem Starting-Line-up wird erschwert. Deshalb will Weiler einen Extra-Trainingstag pro Woche nur mit dem Stammkader einführen.

Die Eagles haben einen enormen Zulauf sowohl in der Jugend als auch bei den Herren. Wie immer profitiert der Verein vom Pfingstturnier auf dem heimischen Naby-Field. Da war Jens Weiler auch selbst noch einmal gefragt und gab sein Abschiedsspiel im Team der Ehemaligen, die mit einem großartigen Zusammenhalt geglänzt haben. „Ich hoffe, mein jetziges Team schneidet sich davon noch eine Scheibe ab“, so der Trainer.