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Basketball-Derby ErftBaskets Bad Münstereifel feiern den 16-jährigen Jan Züll

Volle Konzentration vor vollem Haus und den Korb im Blick: ErftBaskets-Spieler Dominik Hutzler erzielte im Oberliga-Lokalderby acht Punkte.

Volle Konzentration vor vollem Haus und den Korb im Blick: ErftBaskets-Spieler Dominik Hutzler erzielte im Oberliga-Lokalderby acht Punkte.

Euskirchen – DJK ErftBaskets Bad Münstereifel – TuS Zülpich 83:50 (39:32). Das Oberliga-Lokalderby am fünften Spieltag war vor allen Dingen eines: eine Werbung für den Basketball-Sport im Kreis Euskirchen. Am Ende war es aus sportlicher Sicht ein verdienter Sieg der Hausherren aus Bad Münstereifel. Den Gästen aus Zülpich fehlte es in der Offensive an Präzision.

Die rund 250 Zuschauer boten in der Willi-Maurer-Halle in Euskirchen eine tolle Kulisse und eine super Stimmung: Die Tribüne war voll, sodass einige Zuschauer auch am Spielfeldrand Platz nahmen. Auf dem Feld war ein guter Umgang der Mannschaften untereinander festzustellen.

Antons und Jung fielen aus

Für das Tabellenschlusslicht aus Zülpich mit ihrem Trainer Marcus Görner begann die Derby-Woche gleich mit einem Schock: Christian Antons und Luke Jung, zwei Stammkräfte im Dress des TuS, verletzten sich im Training und fielen für das Meisterschaftsspiel aus. „Wir sind getreu dem Motto »nichts zu verlieren« gut ins Spiel reingekommen und waren immer auf Schlagdistanz. Gerade im ersten Viertel“, resümierte Görner zum 13:17-Rückstand.

„Bis zur Halbzeitpause war es unsere beste Saisonleistung“, so Gäste-Trainer Görner. „Wir haben sehr gut gekämpft, gebissen und verteidigt, aber genau in diesen Phasen wurden zu wenige Punkte geworfen.“ In den Schlussminuten rotierte Görner komplett und ließ den weniger erfahrenen Nachwuchs ran.

Nur ein Punkt in sieben Minuten

„Das Ergebnis ist im Verhältnis zum Spielverlauf zu hoch ausgefallen. Ab der Mitte des dritten Viertels bis zum Anfang des letzten Viertels haben wir in sieben Minuten nur einen Punkt gemacht. Das war sicher unser Knackpunkt. Die ErftBaskets bauten in dieser Zeit den Vorsprung aus. Unsere Ausfälle konnten wir heute nicht kompensieren“, so Görner, dem die guten Spielphasen Hoffnung und Optimismus für die kommenden Spiele machten. „Das wird uns noch eine Zeit lang tragen“, äußerte er sich. Er hoffe, dass das endlich zu Punktgewinnen führen werde.

Emotional eine besondere Partie: Simon Benentreu spielte früher für die ErftBaskets Bad Münstereifel.

Emotional eine besondere Partie: Simon Benentreu spielte früher für die ErftBaskets Bad Münstereifel.

Sein Gegenüber Philipp Sparwasser sagte: „Wir können am Ende mit dem Ergebnis zufrieden sein, auch wenn wir uns etwa drei Viertel des Spiels nicht mit Ruhm bekleckert haben.“ Verärgert war er darüber, dass seine Schützlinge die Zülpicher in den entscheidenden Momenten herankommen ließen und sich nicht stark genug absetzten. „Wir hatten gerade defensiv zu viele Unaufmerksamkeiten – blöde, individuelle Fehler“, so Sparwasser. Doch auch in der Offensive unterliefen den ErftBaskets immer wieder Ungenauigkeiten, Bälle wurden verloren. Das wurde später deutlich besser. Mit mehr Konzentration folgte eine Leistungssteigerung. Die Hausherren fanden ihren Rhythmus, besonders in der Defensive. „Das hat uns Stabilität gegeben, daraus konnten wir auch endlich Profit schlagen“, so Sparwasser weiter. Schnelle und einfache Punkte wurden genutzt. Bad Münstereifel setzte sich ab.

Auffälligster Mann war der erst 16-jährige Jan Züll, auf dessen Konto alleine 31 Punkte gingen. Trainer Sparwasser vergab Bestnoten für seinen Korbwerfer: „Toll, wie ein so junger Mann Verantwortung übernommen hat. Darauf kann er stolz sein. Das hat auch andere Spieler angesteckt.“

ErftBaskets: Züll (31 Punkte), Julian Cziraky (15), Christian Beier (8), Dominik Hutzler (8), Nico Zimmermann (7), Andreas Zalfen (6), Alex Schöpfer (4), Matthias Zalfen (3), Thorsten Winkelnkemper (1), Abram Janzen, Julian Roemer.

Zülpich: Niko Wolter (17), Philipp Greuel (7), David Broll (6), Christoph Gier (6), Niklas Virnich (3), Jan Thomas (3), Simon Benentreu (3), Jens Jörries (3), Marvin Gallon (2), Thomas Stein, Pawel Liashkevich.