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SilvesterlaufOlympionike Frederik Ruppert läuft Streckenrekord an Steinbachtalsperre

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Das Bild zeigt einen Ausschnitt des Starterfelds beim Hauptlauf.

Viele Starter und Starterinnen gingen am Silvestertag an der Steinbachtalsperre beim Hauptlauf über 10,5 Kilometer an den Start.

Rekorde, Rekorde, Rekorde: Der 38. Silvesterlauf an der Steinbachtalsperre begeistert mit 1013 Meldungen, Topzeiten und großartiger Stimmung.

Der vom LC Euskirchen ausgerichtete 38. Silvesterlauf an der Steinbachtalsperre war eine Rekordveranstaltung. Schon am Tag zuvor hatte der Ausrichter mit 1013 Anmeldungen einen Anmeldestopp vermeldet, sodass Kurzentschlossene am Mittwoch leer ausgingen. Am Ende dürften es knapp 950 Läuferinnen und Läufer gewesen sein, die an den Start gingen, von denen letztlich insgesamt 884 in den vier Läufen das Ziel erreichten.

Rein sportlich war es die eindrucksvolle Show von Olympiateilnehmer Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen), der sowohl den 3,5 Kilometer langen Jedermannlauf als auch den Hauptlauf dominierte und Streckenrekorde aufstellte.

Silvesterlauf: Bewährter Wettkampfmodus bleibt erhalten

Der bewährte Wettkampfmodus mit vier Läufen wurde beibehalten, allerdings wurden die Schülerläufe in Young Run Girls beziehungsweise Young Run Boys umbenannt. Die jüngste Teilnehmerin war die fünfjährige Hanna Scholzen, die für die 1000 Meter 6:54 Minuten benötigte. Max Bendel (Jahrgang 2020) war der jüngste männliche Teilnehmer. Er brauchte 6:47 Minuten für den Kilometer. Seit Jahren ist Jochen Sackel (LG Heimerzheim) der älteste Starter im Feld. Der 85-Jährige lief die 3,5-Kilometer-Strecke in einer Zeit von 26:25 Minuten, kam als 189. ins Ziel und ließ 14 Männer hinter sich.

Teilnehmerstärkste Mannschaft war in diesem Jahr der TV Palmersheim mit 42 Teilnehmenden vor der Stadtverwaltung Euskirchen (32) und dem TuS Kreuzweingarten-Rheder (20). Schirmherr Sacha Reichelt, Bürgermeister der Stadt Euskirchen, ging dieses Mal über 3,5 Kilometer an den Start und landete auf Gesamtplatz 168.

Das Bild zeigt zwei Feuerwehrleute, die die Strecke in Einsatzausrüstung laufen.

Feuerwehrleute aus Arloff-Kirspenich ernteten doppelten Applaus von den Zuschauern. Sie liefen die Strecke in Einsatzkleidung.

Besonderen Respekt und großen Applaus ernteten aber allen voran die Feuerwehrleute aus Arloff-Kirspenich, die in voller Montur und mit Sauerstoffflasche auf dem Rücken die 3,5 Kilometer absolvierten.

70 Mädchen (Jahrgänge 2010-2020) gingen als Erste an den Start. Den Sieg sicherte sich Malou Reisinger (LGO Euskirchen/Erftstadt) vor Lilith Stahnke (TV Rheinbach) und Hannah Elfie Kaden (LC Euskirchen). Bei den Jungen gab es eine Wiederholung des Doppelsiegs aus dem Vorjahr für den TV Rheinbach. Marits Redemann siegte vor David Liebich. Dritter wurde Raphael Gehrmann (vereinslos).

Läuferin Johanna Koch wiederholt ihren Erfolg von 2024

361 Finisher, das sind 130 mehr als 2024, gab es über die 3,5-Kilometer-Distanz. In der Herrenwertung gewann Frederik Ruppert (Olympiateilnehmer, deutscher Meister und Diamond-League-Gewinner im 3000-Meter-Hindernislauf) in 10:16 Minuten vor Ralf Ulmer (LC Euskirchen) mit 11:30 Minuten und Markus Seidenfaden (LC Euskirchen) in 11:42 Minuten.

Bei den Frauen wiederholte Johanna Koch (LC Euskirchen) in 13:37 Minuten ihren Vorjahressieg. Sie verwies Silke Schneider (Triathlon-Werkstatt Bonn) und Laura Dahmen (vereinslos) auf die Plätze.

Ruppert und Vernikov lassen Streckenrekorde purzeln

Er kam, lief und siegte nicht nur. Frederik Ruppert pulverisierte den bisherigen Streckenrekord über die 10,5-Kilometer-Distanz – er war mehr als zwei Minuten schneller, kam nach 31:36 Minuten ins Ziel. Zweiter wurde Hannes Vohn (vereinslos) mit 35:26 Minuten vor Ralf Ulmer mit 36:04 Minuten. Sonja Vernikov, erst seit Kurzem Vereinsmitglied beim LC Euskirchen, lief bei den Frauen ebenfalls Streckenrekord und blieb in 40:29 Minuten 74 Sekunden unter ihrem eigenen Rekord von vor zwei Jahren. Das gute Ergebnis des LC Euskirchen komplettierten Nora Schmitz (42:11 Minuten) und Nina Ruppert (42:33 Minuten).

Nora Schmitz hat sich zum zehnten Mal den Gesamtsieg im Eifelcup gesichert. Schon vor dem Lauf an der Steinbachtalsperre stand die erfolgreiche Titelverteidigung fest. Vereinskollege Markus Seidenfaden gelang in dieser Saison der dritte Eifelcup-Sieg seiner Karriere. Er holte sich nach 2022 und 2023 diesen Titel von Jens Diblik (Sportfreunde 69) zurück, der in dieser Saison nur an drei Läufen teilnahm.

Das Bild zeigt den Start des Laufnachwuchses.

Start der Young Run Girls mit 70 Teilnehmerinnen.

Das Bild zeigt den Obengenannten während des Silvesterlaufs.

Siegte nach dem 3,5-Kilometer-Lauf auch im Hauptrennen und verbesserte dabei den Streckenrekord um mehr als zwei Minuten: Olympionike Frederik Ruppert.

Das Bild zeigt die Mechernicherin Sonja Vernikov während des Laufs.

Siegte in der Frauenwertung und stellte einen Streckenrekord auf: Sonja Vernikov, die für den LC Euskirchen startet.

Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt: „Der LC Euskirchen kann stolz auf sich sein, was er hier in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat.“

Markus Seidenfaden: „Der Eifelcup-Sieg stand schon vor diesem Lauf fest, sodass ich dieses Mal nur die 3,5-Kilometer-Strecke gelaufen bin. Ich fahre am Sonntag nach Nizza, wofür ich etwas Kraft sparen wollte. Auch wenn das dieses Jahr etwas wehtut, vor allem bei der guten Stimmung am Wegesrand, so muss ich da vorausschauend denken. Dieses Jahr bin ich ohne größere Ausfälle gut durchgekommen und freue mich sehr, dass ich den Eifelcup wieder gewinnen konnte.“

Frederik Ruppert: „Das war supercool hier, und ich danke den Euskirchenern für ihre Bemühungen, mich hierhin zu holen. Es hat mich gefreut, hier zu sein. Ich wollte Spaß haben und auf meine Beine achten. Dass es so gut laufen würde, hätte ich nicht gedacht, aber mein Ziel war es schon, eine super Zeit hinzulegen. Ich bin von der familiären Stimmung sehr begeistert.“

Dieser Lauf gehört jedes Jahr dazu, und es hat wieder großen Spaß gemacht. Die Stimmung am Rand ist toll, das motiviert uns Läufer sehr.
Nora Schmitz, Eifelcup-Siegerin

Johanna Koch: „Heute war es für mich schwerfällig. Mein Plan war es, wieder zu gewinnen, deshalb bin ich auch erneut auf die 3,5-Kilometer-Strecke gegangen. Mit Platz eins ist es natürlich gut für mich gelaufen.“

Nina Ruppert: „Ich fand es sehr anstrengend, denn bergauf zu laufen bin ich gar nicht mehr gewohnt. Über Platz drei freue ich mich sehr.“

Nora Schmitz: „Dieser Lauf gehört jedes Jahr dazu, und es hat wieder großen Spaß gemacht. Die Stimmung am Rand ist toll, das motiviert uns Läufer sehr.“

Sonja Vernikov: „Die Strecke war mega. Ich bin mit mir zufrieden, weil ich hier angetreten bin, um Streckenrekord zu laufen. Ich habe mich zum Wechsel nach Euskirchen entschlossen, weil der Aufwand, neben dem Beruf nach Siegburg zum Training zu fahren, zu groß geworden ist. In Euskirchen bin ich gut aufgenommen worden und freue mich, mit so vielen großartigen Sportlern in die nächste Saison zu gehen.“

Ralf Ulmer: „Der Doppelstart war hart. Ich hatte im ersten Lauf schon einige Körner gelassen, sodass ich bergab Hannes Vohn nicht mehr folgen konnte und abreißen lassen musste. Als Vorstandsmitglied muss ich sagen, dass ich sehr beeindruckt von den Teilnehmerzahlen bin. Damit habe ich nicht gerechnet.“

Hannes Vohn: „Der LC Euskirchen hat mich gefragt, ob ich nicht mitlaufen wolle. Ich fand die Veranstaltung von vorn bis hinten top organisiert.“